WILDESHAUSEN - Einen stimmungsvollen Abend an der Hunte bescherten der Wildeshauser Schwimmverein und die DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen zahlreichen Gästen am Sonnabend. Unter dem Motto „Und wieder brennt die Hunte“ stellten sich beide Vereine auf der Burgwiese zwischen Kneipp-Becken und Ententeich vor. Krönender Abschluss war um 22 Uhr das Fackelschwimmen.

Bereits vor fünf Jahren hatten Schwimmverein und DLRG die Veranstaltung „Die Hunte brennt“ wieder aufleben lassen, nachdem sie 50 Jahre lang aus dem Wildeshauser Terminkalender verschwunden war. „Damals hatte das die Schwimmabteilung des VfL Wittekind organisiert“, weiß DLRG-Schatzmeisterin Carola Petermann, die die Neuauflage in Zusammenarbeit mit Lars Kosten vom Schwimmverein auf die Beine gestellt hatte.

Neben Info-Ständen gaben die beiden Vereine auch einen Einblick in ihre aktive Arbeit. Die DLRG inszenierte eine Rettungsübung auf der Hunte: Zwei jugendliche Nichtschwimmer in einem Schlauchboot sind ohne Schwimmweste über Bord gegangen. Die Lebensretter bringen ihr Motorboot zum Einsatz und „fischen“ die Verunglückten aus dem Wasser. Mitglieder des Schwimmvereins demonstrierten im Fluss verschiedene Schwimmarten.

Bei schönstem Sommerwetter hatte die Veranstaltung auf der Burgwiese begonnen, doch mit Beginn der Dämmerung setzte auch ein leichter, aber warmer Dauernieselregen ein. Zahlreiche Besucher hatten vorsorglich Schirme dabei und warteten geduldig auf den Höhepunkt des Abends. Derweil versorgten sie sich an den Getränkepavillons und am Imbiss mit flüssiger und fester Nahrung und hielten Klönschnack in gemütlicher Runde.

Kurz nach 22 Uhr tauchte die Hunte aus Richtung Schapböge plötzlich in ein orangefarbenes Licht, das langsam näher rückte und eine stimmungsvolle Atmosphäre verbreitete. Rund 40 Aktive aus Schwimmverein und DLRG zwischen 13 und 60 Jahren bewegten sich mit jeweils einer Fackel in der Hand Richtung Melkerbrücke, gefolgt von lichtgeschmückten Kanus und DLRG-Booten. „Schön sieht das aus“, zeigten sich viele Zuschauer beeindruckt, die die Schwimmer auf der Strecke immer wieder mit Applaus für ihre anstrengende Aktion belohnten. Am Ende stiegen die Schwimmer am Anleger des Wassersportvereins aus dem etwa 19 Grad warmen Wasser, reckten ihre Fackeln noch einmal in die Höhe und löschten sie auf Kommando zeitgleich im Huntestrom.

„Es war angenehm im Wasser“, bestätigte der 15-jährige DLRG-Fackelträger Arndt Fastje. „Ich würde sagen: erfrischend“, ergänzte sein Vater Heino lachend.

Mittlerweile hatte sich der Regen verstärkt und viele Gäste bewegten sich nach dem Fackelspektakel nach Hause. Die übrigen Besucher löschten noch etwa bis Mitternacht, allerdings keine Fackeln, sondern ihren Durst.

Marén Bettmann
Marén Bettmann Redaktion Wardenburg