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Feuerwehr Umzug klappt im richtigen Takt

Wildeshausen - Traditionell schenken Gäste zu einem Umzug Brot und Salz. Beim Umzug der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen ist es am Samstag etwas anders gelaufen: Sie wurden am neuen Standort zwar nicht mit Essens-Präsenten, dafür aber mit Musik des Wildeshauser Spielmannszuges begrüßt.

24-Stunden-Umzug

Um Punkt 17 Uhr, als alle Spinde in dem neuen Gebäude eingeräumt waren, überraschten die Musiker die Feuerwehr. „Ich hoffe, die Überraschung ist gelungen“, meldete sich Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski zu Wort, der an dem Nachmittag einen Blick in die neue Rettungswacht warf. „Die offizielle Eröffnung kommt ja noch in drei Wochen.“

Zuvor galt es, den Umzug zu Ende zu bringen. „Samstagabend soll alles fertig sein“, hatte der stellvertretende Ortsbrandmeister Conrad Kramer noch vor gut einem Monat gesagt. Dieses Vorhaben hat reibungslos geklappt. „Freitag um 16 Uhr haben wir angefangen, Kisten zu packen“, erzählte Nina Hohendahl, während sie mit ihren Kameradinnen Theresa Schunk und Kathrin Schmidt ihren neuen Spind einräumte. „Heute Morgen fingen wir an, alles rüber zu bringen.“ Um kurz nach 16 Uhr, rund 24 Stunden später, fuhren die Mitglieder in den Einsatzfahrzeugen von der Huntestraße zum neuen Gebäude an die Krandelstraße. Mit Blaulicht fuhren sie auf das Grundstück, vorbei an der grün blinkenden Schranke. „Jetzt hat auch endlich unser Oldtimer hier Platz“, sagte Hohendahl zufrieden. Das alte Fahrzeug, das nicht mehr für Einsätze gebraucht wird, habe sonst immer auf dem Bauhof gestanden. Jetzt steht es überdacht in einer Reihe mit den anderen roten Wagen.

Die Schutzausrüstung – Hose, Stiefel, Jacke, Helm und Handschuhe – räumten die Einsatzkräfte zum Schluss ein. „Wenn wir im Einsatz sind, dauert es 20 Sekunden, das alles anzuziehen“, schätzte Hohendahl. 13 weibliche Mitglieder hat die Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen insgesamt: sieben aktive, drei passive und drei in der Jugendfeuerwehr. Die Feuerwehr hat insgesamt circa 80 aktive Mitglieder. „Wir haben alle unsere Standardjobs. Wir machen das hier alles ehrenamtlich“, ergänzten die Feuerwehrfrauen. Bemerkten die Mitglieder einen Unterschied zum vorherigen Standort? Eifriges Nicken: „In der alten Halle mussten wir uns gemischt mit den Männern hinter und vor den Fahrzeugen umziehen. Hier haben wir wesentlich mehr Platz, es ist viel geräumiger“, sprach Hohendahl für alle.

Pläne abgeschlossen

Rückblick: Der Umzug in die neue Unterkunft hätte ursprünglich in 2014 sein sollen. Die Sanierung der Pagenmarsch – der ehemaligen Hausmülldeponie – kam dazwischen. Die allein kostete 2,85 Millionen Euro. Um drei Jahren verschoben sich die Umzugspläne. Die Grundsteinlegung des jetzigen Standortes folgte mit Bürgermeister, Rat und Verwaltung im Dezember 2016.

Wie es sich in der neuen Unterkunft sitzen und speisen lässt, probierte die Feuerwehr auch gleich aus: Am Abend kamen alle Mitglieder nach getaner Arbeit zu einem Essen in den neuen vier Wänden zusammen. Mehr Fotos vom Umzug der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen gibt im Internet unter

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen
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