WILDESHAUSEN - Von der „Offizierspest“ bis zum Fahrrad mit Stützrädern: Beim Appell der Schützengilde am Mittwoch auf der Herrlichkeit war erneut für reichlich Schabernack gesorgt. Die Paraden wurden allerdings – wie schon am Vortag – mit stark reduziertem Personal durchgeführt. Er könne sich nach dem Umzug eine Rüge abholen, stieß Oberst Ernst Frost anschließend den Hauptmann der Wache, Andreas Tangemann, zurecht.
Beim Gang durch die Reihen des Offizierskorps stellte der Oberst fest, dass der neu gewählte Schaffer Jörn Ahlers nicht nur zwei Fähnriche an seiner Seite hatte, sondern auch Vater und Onkel: Major Friedrich Ahlers und Oberstleutnant Stefan von Elbwart. „Ich wollte meinem Sohn einmal zeigen, wie Offiziere aussehen, wenn sie alt sind“, so Ahlers, „natürlich nicht so alt, wie Sie, Herr Oberst.“
Peter Petersen vom Spielmannszug hatte ein umgebautes Fahrrad mit Stützrädern mitgebracht. Der Oberst empfahl, das Gefährt erst einmal dem TÜV vorzustellen. Ingo Poth, Dirigent des Musikkorps Wittekind, bezichtigte die Offiziere, die „Offizierspest“ zu verbreiten. Kaum habe seine Tochter Franziska in den Reihen der Grünröcke gestanden, sei sie krank geworden. Oberst Frost versprach, persönlich die Pflege der 17-Jährigen zu übernehmen. Mit Petra Wichmann stand erneut eine Polizistin in den Reihen der Wachsoldaten. Wegen der neuen Gesetzeslage habe er schlaflose Nächte mit der Bewachung der Waffen verbracht, berichtete Harald Zierock. Daher habe er die Polizei um Unterstützung gebeten.
