WILDESHAUSEN - Rund 80 Frauen und Männer verschiedenen Alters kamen am Dienstagabend zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Perlen des Glaubens“ im Wildeshauser Rathaussaal. Mit elf Veranstaltungen will das Ökumeneforum, bestehend aus Mitgliedern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, der Diakonie Himmelsthür und der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten), auf die Bürger in der Kreisstadt zugehen will.

Pastor Matthias Selke freute sich im Rathaus über den guten Zuspruch. Vor der eigentlichen Eröffnung erhielten alle Besucher die erste Perle des Glaubens, die Gottes-Perle, an einem kleinen Armband aus den Händen von Elvira Tscheu. Im Laufe der Veranstaltungsreihe soll sich das Band mit den anderen Perlen füllen.

Gleichstellungsbeauftragte Charlotte von Olearius begrüßte die Gäste und verwies auf das Leitmotto des Abends „Sitzt Gott im Rathaus?“. Sie erklärte, dass das Rathaus der Stadt sich im symbolischen Sinne als zentraler Punkt in dem gezogenen Kreis von Alexanderkirche, über Himmelsthür, St. Peter Kirche und dem Gemeinde Baptisten-Gemeindezentrum am Annemonenweg befinden würde. Auch ging sie auf die Frage ein, wo heute die Menschen seien. Kirche werde immer mehr als schönes Beiwerk für Familienanlässe gesehen. Dass Kirche und damit der Glaube an Gott aber viel mehr sei, werde häufig vergessen. „Deshalb beschreitet der Ökumenekreis diesen Weg, um zu den Menschen zu gehen, wenn sie schon nicht zu Gott in die Kirche kommen.“

Pastor Selke hob mit seinen Worten die Bedeutung des Einzelnen hervor. Jeder habe einzigartige Gaben, die er nutzen müsse. Jeder sei eine Perle, eine Perle auf dem Weg des Glaubens. Er forderte auf, diesen Weg neu zu entdecken. Musikalisch begleiteten Dagmar Grössler-Romann und Ralf Grössler mit dem Prelude aus dem Te Deum und Air aus Bachs Orchestersuite D-Dur sowie einem Gebet aus Finnland von Joans Gyulai Gaal Prayer. Katja Jöllenbeck stellte ihren Kontakt zu Gott in einem Sketch vor. Monika Terfehr ermunterte die Besucher, im Rahmen eines Farbenspiels ihre Gedanken zu Gott zu äußern. Gemeinsam wurde das Perlenlied gesungen. Abschließend stellte Charlotte von Olearius die Bedeutung der Gottesperle vor.