WILDESHAUSEN - Wenn ein Banker in diesen Zeiten ein Gotteshaus füllt, dann ist das nicht zwangsläufig auf die allgemeine Finanzkrise zurückzuführen. Jonas Kaiser ist zwar Mitarbeiter einer deutschen Großbank in Brake, seine Leidenschaft gehört aber dem Gospelchor „Amatöne“ aus Jade, dessen Leiter er seit sechs Jahren ist.

Traditionell schließt der Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde Wildeshausen, „Joyful Voices“, das Osterfest mit einem Gospel-Konzert am Ostermontag in der Alexanderkirche ab. „Wir sind durch die Proben zum Kirchentag in Bremen so strapaziert, dass wir für dieses Jahr einen Ersatz brauchten. Die ,Amatöne‘ kannten wir von einem Gospel-Treffen in Oldenburg. Und weil sie nicht nur gut singen können, sondern auch gut aussehen, haben wir uns für Amatöne entschieden“, begründete Kantor Ralf Grössler, Leiter des Wildeshauser Chores, in seiner Begrüßung die Einladung an den Chor aus der Wesermarsch.

Klassiker und mehr

Und in der Tat fügten sich Gesang und Choreographie zu einem harmonischen Ganzen. Die rund 40 Musikerinnen und Musiker zogen das Publikum in der gut gefüllten Alexanderkirche sofort in ihren Bann. Nicht nur die Gospel-Klassiker wie „Ain't no mountain high enough“ aus dem Film Sister Act 2 und „O Happy Day“ wurden gesanglich auf hohem Niveau dargeboten, auch deutsche Balladen wie „Albtraum“ oder „Deinetwegen“ der Bremerhavener Musikerin Vivian Glade begeisterten das durch ihren „Hauschor“ verwöhnte Wildeshauser Publikum. Mit etlichen Soloparts glänzten die Soprane Patricia Hackl, Saskia Birkenbusch, Caja Boureck sowie der Bass Edgar Rebbe.

Frohe Botschaft

Musikalisch anspruchsvoll und authentisch verkündeten so die „Amatöne“ die frohe Botschaft zum Abschluss des Osterfestes nicht bloß als Ersatz.