Wildeshausen - Eine Ausstellung zur Wildeshauser Töpfergeschichte ergänzte in diesem Jahr den Kunst- und Handwerkermarkt beim Gildefest. Die Resonanz war groß, so Bernd Oeljeschläger, Vorsitzender des Bürger- und Geschichtsvereins Wildeshausen. Da lag es nahe, dass ein Beitrag zur Bedeutung Wildeshausens als Zentrum der Keramiktöpferei vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert, verfasst von der wissenschaftlichen Dokumentarin Cornelia Harms, auch die neue Ausgabe der Schriftenreihe des Vereins ziert. Reichhaltig illustriert ist der Artikel mit Bildern bedeutender Funde, darunter Schalenspiegel mit Herz, Wirbelkreis und Herz oder einem Gluttopf.
„Das geschwungene W – Wildeshausen als regionales Töpferei-Zentrum“, lautet der Titel von Band 16 der „Wildeshauser Schriften für Heimat, Geschichte und Kultur“. Neben dem Stück zur Töpferei sind in dem Magazin Beiträge zum 50-jährigen Bestehen des SC Wildeshausen sowie zu den früheren Burgen und Herrensitzen im Landkreis Oldenburg zu finden. Erstmals gewährt ein Beitrag von Dokumentarin Eva-Maria Ameskamp einen Blick ins Archiv des Bürger- und Geschichtsvereins. Zum Bestand gehören unter anderem Tabakdosen aus der ehemaligen „Cigarrenfabrik“ Heinemann in der Burgstraße oder alte Rechnungsbücher der Lohgerberei Becker. Bei der Auflösung des Museumsladens Meyer in Brettorf erhielt der Verein unter anderem eine alte „Ehrentafel“, zwei Verkaufstresen und verschiedene Rechnungsbücher, verriet Oeljeschläger am Freitag im Beisein des Co-Vorsitzenden Karl-August Kolhoff, der Beisitzer Marianne Bernhard-Beeskow und Klaus Schultze sowie der Autorinnen Ameskamp und Harms.
Oeljeschläger kann sich vorstellen, dass die Archivalien in einer stadtgeschichtlichen Ausstellung gezeigt werden. Offen sei, ob es dafür in den Räumen eines späteren „Urgeschichtlichen Zentrums“ in der alten Feuerwehrwache die Gelegenheit gebe. Der Band 16 der „Wildeshauser Schriften“ ist zum Preis von 10 Euro in den Wildeshauser Buchläden sowie über den Bürger- und Geschichtsverein erhältlich. Vereinsmitglieder bekommen ihn als „Jahresgabe“ zugeschickt.
