Wildeshausen - Die Premiere ist nach Ansicht der Verantwortlichen vollauf gelungen. „Vor allen die Autorenlesungen liefen super“, zieht Daniela Baron vom Wildeshauser Stadtmarketing am Montag eine erste Bilanz des Festes „Licht und Feuer“ in der Innenstadt. Der Handels- und Gewerbeverein (HGV) sowie das Stadtmarketing hatten ein vielfältiges Programm mit Feuerspuckern, Lesung und Musik auf die Beine gestellt, das am Freitagabend Hunderte in den Bann zog.

„Es war eine neue Idee“, so Barons Ansatz. Mit Feuerschalen und Fassadenbeleuchtung wurde ein besonderes Ambiente geschaffen. Für Begeisterung sorgten die bunt illuminierten Stelzenläufer von „Stelzenart“ aus Bremen. Als Volltreffer, vor allem für das jüngere Publikum, erwies sich die Schneekanone, die Gastronom Stefan Thuns vor der Brasserie positioniert hatte. „Stelzenläufer und Feuerspucker kamen bei Dunkelheit besonders gut zur Geltung“, sagt Baron. Besonders positive Resonanz habe sie auch auf den Auftritt des Gitarristen Lars Osterloh (15) und die Band „Pangea“ erhalten.

Vor allem die Lesungen von Friedrich Ahlers,  Hans-Werner Aschoff,  Renate Blauth, Christian Bormann,   Heike Luschnat, Sven Morschek, Katja Neuefeind und Manuela Grube in diversen Ladenlokalen trafen ganz den Geschmack der Besucher. Zu Sven Morschek kamen gar mehr als 50 Zuhörer in die Gilde-Buchhandlung. „Autoren und Geschäftsleute haben sich bedankt“, so Baron. „Diese Aktion werden wir ebenso wiederholen wie seinerzeit die Kunstmeile in den Geschäften.“

Vermisst wurde ein extra Programm für junge Familien. Baron weist darauf hin, dass es Bastelaktionen für Kinder im „Kreativ-Eck“ sowie mit der Musischen Schule Pi-Pa-Pohl im Vorraum der Volksbank gab. „Das wurde gut angenommen.“

HGV-Sprecher Peter Gebhardt streicht die Atmosphäre der Veranstaltung heraus: „Wir wollten ein besonderes Einkaufserlebnis schaffen. Das ist gelungen.“ Auch Baron spricht von einem „guten Kompromiss“ aus Event- und langem Einkaufserlebnis. Aus Sicht der Kaufleute sei die Resonanz sehr gut gewesen. Gastronomen vermeldeten eine steigende Kundenzahl.

Ob es eine zweite Auflage von „Licht und Feuer“ geben wird, ließ Marketing-Expertin Baron zunächst offen. „Das war ein erster Versuch.“ Das Publikum habe das Thema in jedem Fall angenommen. Peter Gebhardt kann sich für eine Wiederholung von „Licht und Feuer“ durchaus erwärmen. Allerdings sollte dann das Programm überall ausliegen. Am Freitag waren die Flyer schnell vergriffen.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent