WILDESHAUSEN - Mit dem „Mars der Medici“ von Johan Wichers meldete sich am frühen Sonntagabend das Blasorchester Blow Wildeshausen zurück. Nachdem sein Jahreskonzert in 2008 ausfallen musste, weil die Musiker ohne Dirigenten waren, knüpfte Blow im historischen Rathaussaal nun unter neuer Leitung an seine gewohnt gute Form an.
Für Ingo Poth war es der erste öffentliche Auftritt mit dem Blasorchester. Die Wildeshauser kennen ihn bereits als Dirigenten des viel gelobten Musikkorps Wittekind, auch das Jugendblasorchester Beckeln liegt in Poths bewährten Händen.
In ihrer Begrüßung zum Jahreskonzert wies Vereinsvorsitzende Erika Becker darauf, dass sich das Orchester stark verjüngt habe. „Jugendarbeit wird bei uns sehr groß geschrieben.“ Bestens Beispiel an diesem Abend: Marvin Walther. Der Neunjährige ist seit vergangenem Jahr dabei und schlug die große Pauke, die er nur knapp überragte.
Kaum seien die jungen Leute ausgebildet, bedauerte Erika Becker, gingen sie in die Ausbildung oder ins Studium und seien dann lange weg. Jeder zwischen sechs und 86 Jahren, der ein eigenes Instrument besitzt – wenn nicht, wird es gestellt – solle sich angesprochen fühlen, mitzumachen. „Ich hab‘ zu Hause noch ein Akkordeon, aber das ist ja hier nicht gefragt“, lachte Christa Plate, die die Besucher als stellvertretende Bürgermeisterin begrüßte.
Das Programm, unter anderem aus Märschen, einer Rhapsodie, Film- und Musicaltiteln und einem Melodien-Quiz, kam gut an und entließ das Publikum gut gelaunt in den Sonntagabend.
