WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/GA - Diamantene Hochzeit feiern heute in Wildeshausen Helene und August Runte. Genau wie vor 60 Jahren treten die 84-Jährige und ihr ein Jahr jüngerer Mann heute noch mal in der Alexanderkirche vor den Traualtar, wo Pastor Rüdiger Gryczan einen Dankgottesdienst für sie hält.

Das Jubelpaar kann sich noch gut an die erste Begegnung in der Wildeshauser Kaiserstraße auf dem Hof Alves erinnern. August Runte: „Als ich als Soldat wegen einer Schussverletzung im Wildeshauser Lazarett war, ging ich mit zwei Kameraden die Kaiserstraße entlang und sah sie vor ihrem Elternhaus beim Mistaufladen.“ Da hätten sie das junge Mädchen angesprochen und ihr geholfen. „Genau so war es“, stimmt seine Frau zu und erzählt, dass ihre Eltern in dem damals dünn besiedelten Gebiet zwischen Kaiserstraße und Pestruper Straße eine Landwirtschaft betrieben. „Das Haus, in dem wir heute wohnen, war ursprünglich das Bauernhaus meiner Eltern“, berichtet die alt eingesessene Wildeshauserin.

Aus der 1946 geschlossenen Ehe gingen sieben Kinder hervor, die fast alle im näheren Umkreis wohnen. Außerdem hat das Paar inzwischen 16 Enkel und 6 Urenkel. Die ganze Familie und weitere Verwandte sowie Freunde und Nachbarn sind heute zu einem Empfang im Hotel Wolters eingeladen.

Ansonsten ist das rüstige Paar immer noch in Haus und Garten aktiv. „Allerdings lässt die Kraft nach“, sagen sie. Das große Hobby von August Runte war und ist die Jagd. Runte ist Mitglied im Hegering Großenkneten und hat im Revier Moorbek und auch in seiner Heimat, dem Waldecker Land, so manches Stück Wild erlegt. Selbst in Namibia war er mit der Flinte unterwegs. Die vielen Jagdtrophäen im Haus belegen dies. „Im Alter ist es mit dem Schießen so gut wie vorbei. Aber meine ganze Liebe gehört immer noch dem Wald“, erklärt der Senior, der sich gern in der freien Natur aufhält. Seine Frau „Leni“ hält es mehr im Haus und hat Spaß am Handarbeiten. „Gerade in letzter Zeit habe ich wieder angefangen, Strümpfe zu stricken.“