WILDESHAUSEN - Erwartungsvoll sitzen die über 100 Potter-Fans im Kinosaal: Der erste Teil von Harrys letzter Schlacht beginnt in wenigen Minuten. „Dies sind dunkle Zeiten, es lässt sich nicht leugnen“ – so verheißungsvoll und schaurig lautet der erste Satz des Films. „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ ist der düsterste Film der Reihe.

Die 25-jährige Nadine ist eine der Leserinnen und setzt große Hoffnungen auf den Film: „Bei zwei Teilen für ein Buch ist die Chance größer, dass sich das Drehbuch mehr an die Vorlage hält.“

Zwei wichtige Charaktere sterben, das Imperium von Lord Voldemort bedroht Harry, Ron und Hermine auf jedem ihrer Schritte. Als wäre das nicht zermürbend genug, schleicht sich bei den drei Befreundeten immer wieder Misstrauen ein. Alte Zufluchtsorte wie die Zauberschule Hogwarts oder andere vertraute Zaubererplätze wie die Winkelgasse sind nicht mehr sicher.

Regisseur David Yates mutet vor allem den jungen Potter-Fans einige heftige Schreckmomente zu.

Die Spannung ist allgegenwärtig: Wenn die drei Zauberer nicht gerade auf der Flucht sind, zeichnet sich schon die nächste Gefahr ab. Als Harry zum ersten Mal das Grab seiner Eltern besucht, hatte der ein oder andere Kinobesucher verdächtigerweise „etwas im Auge“. Doch schon ändert sich die Stimmung im Film: Diese emotionale Szene wurde von einer verwirrten Frau beobachtet, die sich kurze Zeit später in eine mörderische Schlange Voldemorts verwandelt und Harry und Hermine angreift.

Selbst reine Landschaftsaufnahmen wirken finster und bedrückend.

Nur an wenigen Stellen atmen die Zuschauer auf oder haben Grund zum Schmunzeln. Ron zeigt sich von Hermines Talent beeindruckt, obwohl er dies nie zugeben würde.

Doch trotz einiger Leichtigkeiten wird klar: Das Zauberertrio besteht nicht mehr aus Schülern, die den Alltag in der Parallelwelt meistern. Stattdessen müssen sie sich gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner außerhalb der Schulmauern behaupten.

Obwohl natürlich viele Fragen unbeantwortet bleiben, bleibt den Fans des Zauberers ein völlig offenes Ende des Films auf dem Höhepunkt der Spannung erspart.

    am diesem Freitag um 16.30, 20 und 23 Uhr, am Sonnabend um 10.30, 13.30, 16.30, 20 und 23 Uhr sowie am Sonntag um 10.30, 13.30, 16.30 und 20 Uhr.