WILDESHAUSEN - Wie bei einem Puzzle habe Cornelia Webermann in den zurückliegenden 16 Jahren viele Teile aneinander gefügt, um den Kindergarten „Sternschnuppe“ mit Leben zu füllen. Da war es nur konsequent, dass Mitarbeiterinnen und Kinder einen Holzstern zusammenfügten, um diesen der langjährigen Leiterin der Einrichtung auf den Weg zu geben. Mit einem Gottesdienst in der Alexanderkirche sowie einem Empfang im Alexanderstift verabschiedete die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wildeshausen am Sonntag Webermann.
„Es war schön, dich hier zu sehen“, sangen die „Singemäuse“ der „Sternschnuppe“. Zugleich überreichten sie der 51-jährigen Sozial-Pädagogin Blumen. Der Beruf der Erzieherin sei eine „Berufung“, betonte Pastor Matthias Selke. Die Freude der Kita-Leitung trage wesentlich zum Miteinander bei. Selke: Die Liebe Gottes werde durch das Lachen der Kinder sichtbar.
„Nun hat sich der Wind für dich gedreht“, sagte Katja Jöllenbeck, Vorsitzende des Kindergartenausschusses im Gemeindekirchenrat, beim Empfang im Alexanderstift. Zur Erinnerung an die langjährige Zusammenarbeit überreichte sie eine Kohlezeichnung des Wetterhahnes der Alexanderkirche. Webermann ist Anfang Januar zum Jugendamt des Landkreises gewechselt (die NWZ berichtete).
Im Namen der Stadt Wildeshausen dankte die stellvertretende Bürgermeisterin Christa Plate für die gute Zusammenarbeit. „Für mich ist sie die Mutti, die alles zusammengehalten hat.“ Webermann habe nicht nur Anträge auf Zuschüsse an den Rat gestellt, sondern kreativ nach Lösungen gesucht, wenn ein Projekt „zeitlich gestreckt“ werden musste. Zudem habe sie im Kindergarten auf der Heidloge Kinder aller Kulturen zusammengeführt und so wertvolle Vorarbeit für die Grundschulen geleistet. „Du hast immer gewusst, wohin du gehen willst“, lobte Elisabeth Spenner vom Kindergarten Johanneum die Zusammenarbeit unter den Kindergarten-Leiterinnen.
„Wir haben immer zum Wohl der Kinder gearbeitet“, dankte Webermann vielen, die sie in den vergangenen 16 Jahren unterstützt haben – von der Elternschaft bis zum Träger der Einrichtung. Sie habe mit einem großen Vertrauensvorschuss und ohne große Berufserfahrung ihre Arbeit 1993 in der „Sternschnuppe“ aufnehmen dürfen. Im Kita-Team habe „jeder sein Bestes“ gegeben. An dem Empfang nahmen auch Webermanns Eltern, Edith und Hans Bente, Ehemann Jörg und Tochter Tanja teil.
