WILDESHAUSEN/KLATTENHOF - „Sie sind ein gern gesehener Gast in unserem Kreishaus.“ So begrüßte Landrat Frank Eger am Montagabend die Klattenhofer Künstlerin Helga Neuber im Foyer des Kreishauses Wildeshausen. Bereits zum vierten Mal zeigt Neuber einen Ausschnitt ihres künstlerischen Schaffens im Eingangsbereich des Gebäudes. Der gar nicht so einfache Titel der neuen Ausstellung: „Ein Baum – ist ein Baum – ist ein Baum? (M)ein Weg vom Gegenständlichen zum Ungegenständlichen“. Bis zum 11. Juli sind die Arbeiten zu sehen während der Öffnungszeiten des Kreishauses.
Mit rund 50 Gästen, darunter vielen aus Neubers Heimatgemeinde Dötlingen, so Bürgermeister Heino Pauka, war die Ausstellungseröffnung gut besucht. Die Zuhörer erlebten zunächst einen Landrat, der den weiten Bogen schlug und auf die lange Tradition der Ausstellungen im Kreishaus hinwies. Die erste war 1989 sogar noch im damaligen Kreishaus in Oldenburg, erinnerte er.
Helga Neuber ist erstmals 1996 im Wildeshauser Kreishaus zu Gast gewesen, damals im Rahmen einer Wanderausstellung der Oldenburgischen Landschaft „Struktur und Raum“. 1998 folgte eine Einzelausstellung unter dem Titel „Neue Strukturen“, 2000 gestaltete sie mit Evelyn Zillessen (Sandkrug) und Holger Lehmensiek (Wildeshausen) eine Fotoausstellung „Reflektionen“.
Die Einführung in die nunmehr vierte Schau mit den „schönen Bildern“, so der Landrat, überließ er dann Hannah Janßen aus Oldenburg. Sie hatte diese Ausstellung rund um „den“ Baum schon einmal eröffnet: vor wenigen Jahren in Nordenham. „Ich erzähle nie dasselbe, sondern schöpfe aus dem Moment. “ Dafür hatte sie als Einleitung ein Gedicht von Ulrich Schaffer parat. Janßen sagte über die Ausstellung: „Frau Neuber versucht, ein Geheimnis zu lüften“. Jedes Kind erfasse die Welt „dinglich“, so die Diplom-Psychologin und Kunstkennerin aus Oldenburg.
Sie schilderte ein Erlebnis aus ihrer Kindheit, als der Vater sie zum Mirabellenbaum hochhob. Jedes Mal, wenn sie einen derartigen Baum sehe, sei das Gefühl der Geborgenheit wieder da. Helga Neuber verstehe es, dieses Entdecken des Lebens in Form zu bringen und den Betrachter in den Bann zu ziehen. Janßen lobte auch den Aufbau der Ausstellung. „Sehr schön“ fand sie den entstandenen Gang im Foyer entlang der Bilder.
