WILDESHAUSEN - Seit 56 Jahren existiert die Woodhouse Jazzband aus Mühlheim (Ruhr). Eine lange Zeit, in der der Jazz von Dixieland, Swing, Mainstream bis hin zum Blues gelebt worden ist. Dass dieses so ist, davon konnten sich die Zuhörer am Freitagabend in der Reihe „Jazz im Rathaus“ vollends überzeugen.
„Jazz at it’s best“, lautet der Wahlspruch der Musiker von der Ruhr und dieses schlägt sich in zahlreichen Veröffentlichungen nieder. Das 50-jährige Bestehen der Formation feierte Woodhouse 2003 mit diversen Konzerten zusammen mit Gästen aus Deutschland, Holland, Italien, Trinidad und USA. Beim Jubiläumskonzert mit Helge Schneider, Lydia van Dam (Amsterdam), Beverly Daley (Jamaika) und anderen bildete die TV-Liveübertragung aus der Stadthalle Mülheim den bisherigen Höhepunkt.
In Wildeshausen seien sie das erste Mal, aber dafür in einem schönen Wildeshausen, betonte eingangs Horst Janßen nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Jazzfreunde Wildeshausen, Jörg Skrzippek, und erntete dafür tosenden Beifall. Die Jazzfreunde bedauerten, dass im Rathaussaal kein Flügel mehr zur Verfügung steht. Er sei in die neue Musikschule gebracht worden.
Im historischen Rathaus trat die Woodhouse Jazzband in leicht veränderter Besetzung auf, da es zwei Ausfälle durch Grippe zu beklagen gab. Neben Horst Janßen (Posaune), Waldemar Kowalski (Saxophon), Andreas Scheel (Bass) und Rolf Drese (Schlagzeug) ersetzten Michael Langkamp (Trompete) aus Hamburg und Gregory Gaynair (Piano) aus Duisburg als Gäste die beiden Erkrankten. Für stimmgewaltige Unterstützung sorgte Sängerin Romy Camerun.
