WILDESHAUSEN - In den Niederlanden ist Deutsch eine Pflichtsprache. Das kam den rund 150 Zuhörerinnen und Zuhörern am Sonnabendabend im Saal des historischen Rathauses in Wildeshausen zu Gute. Auf der Bühne hatte die kleinste Bigband der Welt Platz genommen. Hinter dieser großen Ankündigung verbarg sich die niederländische Top-Formation „Jazz-O-Matic-Four“.
Jörg Skrzippek von den Jazzfreunden Wildeshausen hatte die Gruppe, die dem traditionellen Jazz zuzuordnen ist, vor sechs Jahren in Osnabrück live miterlebt. „Für mich war klar: Die müssen hier einmal bei uns in Wildeshausen auftreten. Doch bislang war es nie gelungen, einen passenden Konzerttermin zu finden. Nach sechs Jahren haben wir es mit dem heutigen Auftritt aber endlich geschafft. Und das ist gut so.“
Bereits 1973 gründete Blechbläser Hein Denekamp die Band. Heute stehen Peter Iven (Kornett, Flügelhorn), Ad Houtepen (Bass-Saxophon, Gesang), Tom Stuip (Banjo) und Hans de Bruijn (Piano, Gesang) auf den Bühnenbrettern.
Markenzeichen der Jazzband ist der einzigartige Sound, resultierend aus der Zusammensetzung der Formation. Ob Kornett, Bass-Saxophon, Klavier oder Banjo, drei dieser vier Instrumente geben stets den Rhythmus vor.
Alle vier Instrumente werden auch für Soli eingesetzt. Und genau das macht den Sound dieser – scheinbar viel größeren – Band aus und sorgte letztendlich für den Spitznamen „kleinste Bigband der Welt“.
Erwartungsgemäß kam die Band in Wildeshausen bestens an, wie der immer wieder aufbrandende Zwischenbeifall bewies.
