WILDESHAUSEN - Oft kommt es auf Sekundenbruchteile an: Ein Fiepen im Mikrofon, das Scheinwerferlicht an einer unvorteilhaften Stelle – schon bleibt beim Publikum der falsche Eindruck eines eigentlich grandiosen Konzerts hängen. Das weiß auch Julian Lange. Der 24-jährige Student der Elektrotechnik gehört zu den „stillen Stars“ der Scheunenklassiker-Konzerte am Freitag, 16. September, sowie am Sonnabend, 17. September, in der Scheune auf Gut Altona.
Bereits zum dritten Mal zeichnet Lange für die Technik beim „Scheunenklassiker“ verantwortlich. Er hat den Organisator, Musiklehrer Walter Bialek, am Gymnasium Wildeshausen kennengelernt und dort bereits an Theater-Projekten mitgewirkt. „Das ist immer eine sehr angenehme Zusammenarbeit“, sagt er. Unterstützt wird er auf Gut Altona von seinem Aachener Studienkollegen Christoph Raschke. Mit ihm hat der Elektronik-Fachmann bereits einige Aufträge abgearbeitet. „Ein besonderes Erlebnis war die Tour mit dem Oldenburger Theater Laboratorium zu einem Festival in Österreich“, erzählt Lange. „Dort haben wir Sachen gelernt, die man immer gebrauchen kann.“
Vor dem Aufbau von Beleuchtung und Beschallung in der Scheune auf Gut Altona informiert sich Lange genau über die Bedürfnisse der Künstler. „Das Duo Rebecca Carrington und Colin Brown kenne ich noch von 2009“, berichtet der 24-Jährige. „Viele technische Anforderungen stehen meist schon auf der Homepage der Musiker.“ Alle anderen Wünsche werden mit dem Management oder den Künstlern direkt abgesprochen. Und dann gibt es ja noch die Generalprobe – am Freitag vor den beiden Veranstaltungen der Volksbank Wildeshauser Geest eG, die von derNWZ
präsentiert werden. Fragen wie „Wann soll das Licht angehen?“ oder „Brauchen wir eine Nebelmaschine?“ werden immer wieder gestellt. Alles muss auf den Punkt stimmen.Trotz aller Routine gibt es auch bei Lange das „gewisse Kribbeln im Bauch“. Immerhin gilt es, eine Leistung von zehn bis zwölf Kilowatt richtig einzusetzen. Die Scheune erfülle technisch alle Voraussetzungen. Aber es kann auch mal etwas schiefgehen. Lange erinnert sich an eine Veranstaltung, bei der im Abstand von 15 Minuten stets das Licht ausging. Das oberste Prinzip: „Wenn mal etwas schief läuft, darf das Publikum davon nichts merken.“
Neben dem Duo Carrington & Brown können sich die Besucher des „Scheunenklassikers“ auf drei Tenöre der „12 Tenors“ freuen. Tenor Alexander Herzog, bekannt aus der ZDF-Castingshow „Musical-Showstar“ singt gemeinsam mit Carla Maffioletti bekannte Stücke aus Musical und Operette. Natürlich ist auch das „Nessum dorma“ dabei. Am Piano zeigt Christian Schulte sein Können. Vor der Bühne auf Gut Altona hat Techniker Lange bereits eine Hürde gemeistert. Er gab am Freitag seine Bachelor-Arbeit mit dem Thema „Entwicklung eines intelligenten Batterie-Managements für den Labor-Einsatz“ ab. Eintrittskarten zum Preis von 25 Euro pro Stück gibt es in der
