WILDESHAUSEN - Der historische Rathaussaal war voll besetzt. Am Ende der Darbietungen gab es den verdienten Applaus.
von frank jacob
WILDESHAUSEN - Beim Blasorchester Wildeshausen (Blow) kommt erst die Kür und dann die Pflicht. Zumindest in musikalischer Hinsicht, wie Dirigent Holger Becker beim Jahreskonzert am Sonntag im historischen Rathaussaal sagte. Denn während in der Saisonvorbereitung klassische Stücke und Unterhaltungsmusik eingeübt wurden, konzentriert sich das Orchester in den nächsten Wochen auf die Vorbereitung des Himmelfahrtsausmarsches und des Gildefestes.Mit der Auswahl der ersten Stücke für das Jahreskonzert habe Becker bereits im Sommer 2005 begonnen. „Ich habe die Wünsche der Orchestermitglieder berücksichtigt“, sagte der Dirigent, der auch durch das Programm führte. Zunächst hatte jedoch Blow-Vorsitzende Erika Becker das Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten Rathaussaal begrüßt. Neben der stellvertretenden Bürgermeisterin Christa Plate und dem Ersten Stadtrat Willi Möser hieß sie besonders die Kinder und Jugendlichen, den Nachwuchs des Orchesters, und den Ehrendirigenten Karl-Heinz Meyer willkommen.
Die jungen Musiker durften erstmals vor vielen Zuhörern beweisen, dass sie ihre Instrumente schon sehr ordentlich beherrschen. Beim Stück „Vivat Mozart“, einer Bearbeitung des Klavierkonzertes C-Dur des Großmeisters, saßen Steffen Will, Katharina Eylers, Alexander Haufler und Viola Springer mit ihren Klarinetten in der ersten Reihe und bekamen am Ende ebenso viel Applaus wie die Großen.
Die Musikauswahl für das Jahreskonzert bestach erneut durch eine besonders abwechslungsreiche Zusammenstellung. In der ersten Hälfte brachte das 28-köpfige Orchester klassische Blasmusik zu Gehör, darunter den „Fliegermarsch“, das Stück „Hänsel und Gretel“ aus einer Märchenoper und die „Böhmische Polka-Perle“.
Nach einer Pause stand Unterhaltungsmusik auf dem Programm: Neu im Repertoire waren die letzten vier Stücke des Konzertnachmittages. Sowohl die musikalischen Höhepunkte aus dem Tarzan-Soundtrack und die „New York Overture“ als auch „Lion King“ und „The Blues Brothers“ hatte das Blasorchester im Winter einstudiert. Die Solisten John Korinke (Flügelhorn), Manfred Moos (Flügelhorn) und Rudolf Gellert (Posaune) bekamen am Ende den verdienten Applaus des Publikums für ihre Darbietung.
