WILDESHAUSEN - Geschmackvoll bekömmlichen Jazz kündigte der Vorsitzende des Jazzfreunde Wildeshausen, Jörg Skrzippek, in der Musikschule in Wildeshausen an. Auf der Bühne stand diesmal in der Konzertreihe des Vereins das Paulo-Pereira-Quintett aus Hamburg. Eine Formation, die mit den Arrangements des portugiesischen Saxofonisten Paulo Pereira nicht nur den Namensgeber der Band stellte, sondern auch den exzellenten Musiker in den eigenen Reihen vorweisen kann. Der Komponist, Musikwissenschaftler, Musikpädagoge, Germanist und Orchestermusiker wurde 1967 in Emden geboren und ist damit das, was man als waschechten Ostfriesen bezeichnen kann.

In Wildeshausen trat das Paulo-Pereira-Quintett in leicht veränderter Stammbesetzung auf. Neben Paulo Pereira (Saxofon), blies Claas Ueberschär an Stelle von Gunnar Kockjoy die Trompete. Matthaeus Winnitzki bediente das Piano, Philipp Stehen den Bass und Knud Feddersen schlug die Trommelfelle seines Schlagzeuges.

In dieser Besetzung dauerte es auch nicht lange, bis die Zuhörer den Zugang zu den melodiösen und groovebetonten Rhythmen und damit zu dem zeitgenössischen Jazz gefunden hatten. Das alles in traditioneller Hard-Bop-Besetzung. Skrzippek dazu: „Die facettenreiche Melange aus Hard Bop, Brazilian Jazz, Soul und Fusion wird für exzellente Stimmung am heutigen Abend hier in der Musikschule sorgen.“

Kummer bereiteten dem Vorsitzenden dagegen die „nur“ rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörer im Saal der Musikschule an der Burgstraße. Angesichts der Klasse des Quintetts zeigte sich Skrzippek eher enttäuscht. Der Vorstand der Jazzfreunde hatte im Vorfeld mit einem deutlich größeren Zuspruch bei dem Konzert gerechnet.