Wildeshausen - Was passiert, wenn 30 Jahre Bühnenerfahrung auf eine junge Band treffen? Klare Antwort: Der Saal ist voll. So ist es auch am Freitagabend im Reitersaal der Gildestube in Wildeshausen gewesen.
Dort präsentierten sich die stadtbekannten und videopreisgekrönten „Die Schläger“ auf den Bühnenbrettern. In jeweils 40-minütigen Sets wechselten sich die Altrocker mit der harpstedtlastigen Formation „Hard Times Don’t Last“ ab. Ganz dem Konzertmotto folgend: „Time Two Rock“.
Dabei hatten etwa 150 Musikfreunde ihren Spaß, als es ordentlich etwas auf die Ohren gab. Die Stimmung schlug hohe Wellen. Das sah man bei den Moshpits vor „Hard Times Don’t Last“ – also den Kreisen von Zuhörern, die sich direkt vor der Band bilden, da, wo die Musik am lautesten ist. Ein Ritual, das häufiger auf Metal-, Hardcore oder Punk-Konzerten zu sehen ist.
Während sich „Die Schläger“ um Lehrer Ralf Eggers im Durchschnitt in einem Alter um die 50 Jahre bewegen, bringen es die Harpstedter Nachwuchsmusiker gerade mal auf 30 Jahre und weniger.
Eggers und Co. überzeugten mit ihren nicht ganz ernst gemeinten deutschen Texten zu eingängigen Riffs und Refrains. Zur Band gehören Diedel Dudel, Ralf der schräge Eggers, LCM, Magic Siegert und Highdröhne, wie sie sich mit Künstlernamen nennen. Seit kurzem ist Dudelsackspieler Diedel Dudel als fünftes Bandmitglied dabei. Er stellte sein eigenwilliges Instrument vor – ein interessanter Kontrast zu den E-Gitarren.
Eine intensive Spielart des Rocks gaben die Harpstedter mit englischen Texten zum besten. Verpackt waren in deren Liedern Einflüsse aus Metalcore, Post-Hardcore und Melodie Hardcore, gemixt mit einer auch für das Publikum spürbaren Energie.
Leo Mauser (Gitarre), Tim Vinken (Drums), Leander Hesos (Bass), Revon Drzimalle (Gesang) und Maximilian Jack (Gitarre) räumten beim letzten Bremer Schulrockfestival den ersten Platz ab. Sie traten bei der „Breminale“ auf und gewannen Single- und Videoproduktionen.
