WILDESHAUSEN - Auch in schwieriger gewordenen Zeiten ist die Spendenbereitschaft und -freundlichkeit der Menschen nach wie vor groß. Das konnte auch der Ortsverbandsvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), Ulrich Eggert, am Dienstagabend bei der Bekanntgabe der diesjährigen Spendenbilanz im Trauzimmer des Wildeshauser Rathauses feststellen.
Insgesamt kamen bei der Haus- und Straßensammlung, die immer in der Woche nach dem Volkstrauertag stattfindet, 7115,49 Euro zusammen. Das sind zwar rund 1600 Euro weniger als im Jahr zuvor (8784,71 Euro), aber angesichts der allgemeinen Lage und der erneut kleiner gewordenen Sammlertruppe war Eggert mit dem Ergebnis zufrieden. Mit zwei bis vier Sammlern mehr könnte allerdings wohl auch mehr Geld zusammen kommen, stellte der VDK-Ortsvorsitzende fest.
Gesammelt haben in diesem Jahr sechs Soldaten des Luftlandeunterstützungsbataillons 272 (Oldenburg) an vier kompletten Tagen. Die Organisation hatte wieder Stabsfeldwebel Karl-Heinz Grönger. Unter der Regie von Stabsfeldwebel Marcus Stahl waren sieben Soldaten der Luftlandepionierkompanie 270 (Seedorf) für einen Tag im Einsatz. Die Bundeswehrangehörigen brachten es auf 3802,12 Euro. 1971,72 Euro bekamen die sechs Damen vom Wildeshauser Frauenverein zusammen, die zwei Tage lang unter der Regie von Doris Schauder vor den Einkaufsmärkten unterwegs waren. Allgemeine Spenden (Kranzspenden, zivile Sammler und stationäre Sammeldosen) erbrachten 1341,65 Euro.
Als „zivile“ Sammler waren Theodor Guzek, Karl-Heinz Senger und Alfred Kunte im Einsatz.
Die Bundeswehrsoldaten wurden bei ihren Haussammlungen meist schon erwartet, die Spender hatten das Geld teilweise bereit gelegt. Auch den Damen vor den Märkten wurde in aller Regel viel Freundlichkeit entgegen gebracht. Eggert berichtete von Erlebnissen, die von Einladungen zu Kaffee und Kuchen bis zu dem Lkw-Fahrer reichten, der extra anhielt und zwei Euro in die Sammelbüchse steckte. Besonders bedankte sich Eggert auch beim Johanneum, das für die Verpflegung der Soldaten sorgte.
