WILDESHAUSEN - Das Musikkorps Wittekind stand Modell. Dieses Jahr gibt es drei verschiedene Gildemännchen zur Auswahl.

Von Daniela Dinstbier

WILDESHAUSEN - Ein bißchen mehr Farbe als in den vergangenen Jahren sollte es dieses Mal schon sein. Deshalb haben Uwe Dölemeyer und Gerrit Finke die Musiker des Musikkorps Wittekind ausgesucht. Mit ihrer grün-roten Uniform waren sie das Vorbild für das diesjährige Gildemännchen. An den Lippen haben sie Klarinetten, Waldhörner oder Trompeten.

„Ziel ist es, den Ein- und Ausmarsch zu Hause nachstellen zu können“, erklärt Dölemeyer. Er wird sich demnächst sogar eine Vitrine für seine Männchen anschaffen. Auch bei anderen Gildemitgliedern kommen die handgefertigten Figuren gut an. „Wir haben mittlerweile feste Stammkunden“, verkündet Finke. Insbesondere zu Weihnachten steige die Nachfrage nach den Gildemännchen wieder an. Dabei seien es häufig Frauen, die ein passendes Geschenk für den Ehemann, Vater oder Opa suchten.

Die Exemplare der vergangenen Jahre sind allerdings so gut wie ausverkauft. Von den Schwarzröcken, mit denen im Jahr 2002 alles begann, sind nur noch zwei Figuren übrig. „Die Nachbestellung ist schwierig, denn unser Kunsthandwerker Walter Werner fertigt immer nur 60 Stück auf einmal an“, erklärt Finke, der den Kontakt nach Seiffen im Erzgebirge vor einigen Jahren mit seinem Kollegen und „Amtsbruder“ Dölemeyer hergestellt hatte.

Einen Favoriten für das kommende Jahr haben die beiden auch schon. Aber das wollen sie noch nicht verraten. Das Geheimnnis wird erst gelüftet, sobald die ersten Figuren in Wildeshausen eintreffen. Am Dienstag werden die Mitglieder des Gildeclubs „Amtsbrüder“ deshalb mit einer Kamera ausgerüstet nach geeigenten Motiven Ausschau halten. Denn ein Gildemännchen bedarf einer langen Planung: Jedes Detail muss stimmen.

Erhältlich sind die Figuren bei Heike Finke, 04431/71383.