Wildeshausen - Als einen Glücksfall für Wildeshausen hat Franz Duin die Schenkung des Henry-Garde-Bildes „Pamir“ an den Orgelförderverein bezeichnet – und das in doppelter Hinsicht. Durch den Verkauf an den Landkreis Oldenburg fließen zum einen weitere 500 Euro in das Projekt Orgelneubau und Freilegung des Kirchenfensters in der Alexanderkirche. Zum anderen ist die Radierung künftig öffentlich im Kreishaus Wildeshausen zu sehen.

„Die meisten Henry-Garde-Bilder hängen in privaten Wohnhäusern“, sagte Duin, als er am Mittwoch zusammen mit Ralf Grössler und Markus Löwe vom Orgelförderverein das Bild an Landrat Carsten Harings und die Kulturbeauftragte Julia Himmelreich überreichte. „Mir ist es ein Anliegen, den Wildeshauser Künstler Henry Garde wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu holen“, so Duin. Garde lebte von 1899 bis 1977.

Damit zog Duin eine Parallele zum „Gesamtkunstwerk Alexanderkirche“. Dessen Jugendstilfenster über dem Haupteingang soll mit dem Orgelneubau wieder freigelegt werden. Geschaffen hatte es der Bremer Maler Georg Karl Rohde. Von ihm stammt auch der Hochaltar von 1910 in der Alexanderkirche. „Durch das Kirchenprojekt sind Rohde und seine Kunst wieder von vielen Menschen bewusst wahrgenommen worden“, meinte Duin. Ein ähnliches Ziel verfolge er mit Henry Garde und seiner Kunst.

Gestiftet worden war das Garde-Bild von Dr. Hans-Jürgen (Hansel) Schulte. „Eigentlich wollte er mit seiner Frau zur Übergabe ins Kreishaus kommen“, sagte Duin. Doch Hansel Schulte war Anfang August verstorben. Er sei in der Nachbarschaft zur Alexanderkirche aufgewachsen und habe daher stets eine enge Verbindung zur Kirche gehabt. „Ihm war es ein Anliegen, den Orgelförderverein mit dem Bild zu unterstützen“, so Duin.

Ähnlich ergeht es dem Landkreis, der bereits 20 000 Euro zur Verfügung stellte. Mit dem Kauf des Bildes setzt er sein stärker werdendes Engagement in der Kulturförderung fort. Nach Aussagen von Himmelreich besitzt der Landkreis seit den 1940er-Jahren ein weiteres Bild von Henry Garde. Dem Landkreis gehörten insgesamt rund 200 Kunstwerke.

Christoph Koopmeiners Redaktion Wildeshausen