WILDESHAUSEN - Seit zehn Jahren verbringt Fritz Herzog vor dem Gildefest einige Abende auf dem Hof von Brengelmanns am Lehmkuhlenweg in Wildeshausen.
Herzog ist seit über 40 Jahren altgedienter Tambour der Wildeshauser Schützengilde. Der Grund seines Besuches bei Brengelmanns: Herzog trommelt für das Pferd „Dino“ von Standartenreiterin Annika Brengelmann Abend für Abend, um das Pferd an die Marschmusik zu gewöhnen. „Junge Pferde müssen erst an die Musik, aber vor allem an die Paukenschläge gewöhnt werden“, sagt Annika Brengelmann, „Unser Pferd Dino ist mit seinen 27 Jahren allerdings schon einige Jahre dabei und nun machen wir es halt aus gewohnter Tradition und mit Fritz Herzog ist es ohnehin immer sehr lustig.“ Brengelmann reitet seit 14 Jahren als Standartenreiterin bei den großen Umzügen des Gildefestes vorneweg. Ihr Vater Heinz ist immer an der Seite des Pferdes, der vor Jahren für sein Engagement den Verdienstorden der Wildeshauser Schützengilde erhalten hat.
Dass Herzog immer schon ein Herz für Pferde hatte, bewies er vor über 25 Jahren, als er mit seinem Pferd „Sindbad“ in die damalige Marktschänke von Heinz Wasner an den Tresen marschierte. Herzog: „Das Pferd hatte Durst und ich auch – so ist das eben in Wildeshausen.“
