WILDESHAUSEN - Ein Instrument spielt Lea-Sophie (10) bislang noch nicht. Aber ihr Interesse ist groß: Ohne Scheu griff sie am Sonntag im Ida-Nieberding-Haus in Wildeshausen zu Trompete, Waldhorn, Posaune und entlockte diesen auch sogleich die ersten Töne.

Die Zehnjährige war eine von vielen Interessierten, die sich im Laufe des Sonntagnachmittags zum „Tag der offenen Tür“ des Blasorchesters Wildeshausen (Blow) einfanden und die Gelegenheit nutzten, sich zu informieren sowie Blechblas-, Holzblasinstrumente und Schlagzeug unter Anleitung aktiver Orchestermitglieder einmal selbst auszuprobieren.

Um Nachwuchssuche ging es bei der Aktion, die bei „Blow“ seit Jahren gute Tradition ist, wie die stellvertretende Dirigentin Elke Korinke berichtete. Und eine Aktion, die Erfolge zeigt: „In jedem Jahr gibt es ein paar, die bleiben bis ins Orchester.“

Beim Tag der offenen Tür ging es zunächst um einen ersten Kontakt, und wer wollte, konnte sich bereits für einen Schnupperkursus anmelden; später folgt dann bei Interesse Unterricht.

„Es ist ganz gut was los“, freute sich Elke Korinke über den Zuspruch am Sonntag: „Wir hoffen, dass etwas daraus entsteht.“ Denn kontinuierliche Nachwuchsarbeit sei wichtig für das zurzeit rund 25 Musiker starke Blasorchester: „Eine Größe von 20 bis 25 Musikern ist die unterste Grenze dessen, was wir brauchen. Mehr können es aber auch gerne sein.“