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Musik Samba für einen guten Zweck

Marius Meyer

WILDESHAUSEN - Plötzlich wird es laut im Probenraum. Pascal Koulahi hat sich eine Djembé, eine westafrikanische Trommel, geschnappt und schlägt sie mit beiden Händen. Es ist ohrenbetäubend laut, aber die Rhythmus lädt zum Tanzen ein.

Idee entstand im Unterricht

Um den von der Elfenbeinküste stammenden Musiker herum stehen Schüler, denn es handelt sich um eine Probe für ein Konzert, das am kommenden Donnerstag, 19. Mai, ab 19.30 Uhr auf der Bühne des Forums im Gymnasium Wildeshausen aufgeführt wird. Es steht unter dem Motto „Manos al aire – Hands in the air“. Eine Woche vorher findet eine der letzen Proben statt. Schüler aus zwei neunten Klassen des Gymnasiums sind beteiligt, sie spielen verschiedenste Instrumente. Neben weiteren afrikanischen Trommeln auch Gitarre, Klavier, Marimbaphon und Rasseln. Und natürlich werden sie auch singen.

Die Idee zu dem Konzert entstand während einer Unterrichtsreihe, in deren Rahmen die Schüler sich mit den Musiktraditionen verschiedener lateinamerikanischer Länder befassten. Dabei sollen neben moderneren Hits, wie Santanas „Oye cómo va“, auch die afrikanischen Ursprünge der südamerikanischen Musik aufgeführt werden. Horst Strömer, Lehrer am Gymnasium, berichtet, dass das Interesse der neunten Klassen an der ihnen zunächst unbekannten Musik groß gewesen sei. „Auch in den Osterferien scheuten die Schülerinnen und Schüler keine Mühe, ihre Stücke musikalisch zu perfektionieren,“ so Strömer.

„Ich mache mit, weil es Spaß macht. Und wegen der tollen Musik natürlich“, erzählt Lea Schwuchow, 15, während der Probe. Und ihre Freundin Annika Schäfers ergänzt: „Und es ist schön, für einen guten Zweck zu spielen.“ Denn der Eintritt zu dem Konzert wird zwar kostenlos sein, die Veranstalter bitten aber um Spenden. Diese sollen an das Projekt „Puente“ fließen, mit dem die Schule mexikanische Kinder unterstützt.

„Wie die Faust aufs Auge“

Neben den Neuntklässlern und Koulahi beteiligen sich auch die Wildeshauser Samba-Gruppe „Acompasso“ und die neugegründete Bigband des Gymnasiums an dem Konzert. Oliver Franz sagt, dass seine Samba-Gruppe finde, dass „das Konzert eine tolle Sache ist. Und wir unterstützen gerne das Projekt Puente.“ Der Spendenzweck passe zu einer Gruppe, die sich lateinamerikanischer Percussion-Musik verschrieben habe „wie die Faust aufs Auge“. Die Vorbereitung des Konzerts wird von der Lehrerin Hiltrud Imig geleitet.

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