WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN - Eine gelungene Saisoneröffnung feierte am Sonnabend das Musikkorps Wittekind in der Wildeshauser Widukindhalle. Der Vorsitzende des Musikkorps, Manfred Rollié, begrüßte rund 350 Zuhörer zum Eröffnungskonzert 2005. Ihnen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Durch den Abend führte erstmals Conny Wolter, die die zusätzliche Aufgabe souverän meisterte.
In diesem Jahr hatte die starke Jugendabteilung des Musikkorps keinen Extrablock, die 16 Jugendlichen waren von Anfang an Bestandteil des Orchesters. Zum Auftakt spielten die 49 Musiker unter der Leitung von Dirigent Ingo Poth den Marsch „Unter dem Grillenbanner" von Wilhelm Lindemann. Mit der Ouvertüre zu „Pique Dame" von Franz von Suppé, dem schwersten Stück des Programms, und dem „Russian Sailor Dance“ von Reinhold Glière zeigte das Musikkorps die Vielfalt seines Repertoires. Darauf folgten „Sabre Dance“ vom russischen Komponisten Aram Khachaturiam und „Les Miserables“ von Claude Michel Schönberg.
Der zweite Block nach der Pause begann mit einer Überraschung für das begeisterte Publikum. Eine Abordnung der Bremer „Drums and Pipe Band Crest of Gordon“ trat als Gast beim Eröffnungskonzert auf. Zusammen mit dem Musikkorps Wittekind spielten die Musiker im Schottenrock „Highland Cathedral“. Alwin Müllers „Parademarsch der 18er Husaren“ und „The Second Waltz“ von Dimitri Schostakowitsch folgten.
Aber auch an Klassiker der Popgeschichte wagte sich das Musikkorps Wittekind. Hits der Beatles, unter anderem mit „Let It Be“ und „Yesterday“ wurden gekonnt vorgetragen. Die Experimentierfreude des Dirigenten zeigte sich mit „Bohemian Rhapsody“, einem Superhit der Gruppe Queen. Das Stück hatte das Musikkorps erst während seines Probenwochenendes im Februar einstudiert.
Mit „Four Brothers“ von Jimmy Giuffre – hier spielten Marion Klostermann (Saxophon) und Thorsten Hündling ein Solo – endete zwar das Programm, aber nicht das Eröffnungskonzert. Als erste Zugabe spielte Jens Spille am Xylophon „Erinnerung an Zirkus Renz“.
Den krönenden Abschluss bildete schließlich „Alte Kameraden“. Mit diesem Marsch beendet das Musikkorps traditionell seine Konzerte. Nach zweieinhalb Stunden verabschiedete das Publikum das Musikkorps mit stehendem Applaus.
