WILDESHAUSEN - Neun der 29 Mitglieder in der Kreisgruppe Wildeshausen im Landesverband Niedersachsen der Deutschen Ameisenschutzwarte kamen ins Hotel Huntetal in der Kreisstadt. Landesverbandsvorsitzender Gert Habermann hatte dorthin zu einem Informationsabend eingeladen, aber auch dazu, einen neuen Vorstand für die Kreisgruppe zu wählen.
23 Jahre hatte Gisela Hering nach dem Tod von Fritz Diekmann, der die Kreisgruppe gegründet hatte, die Leitung inne. „Dafür bedanke ich mich im Namen des Landesverbandes ausdrücklich. Mit dem 80. Geburtstag will Frau Hering aber diese Position verständlicherweise nicht mehr ausfüllen“, erklärte Habermann. Gisela Hering hatte mit tatkräftiger Unterstützung Joachim Hartmanns die Kreisgruppe geführt. Habermann: „Beide haben sich vorbildlich engagiert, nicht vermeidbare Nestumsiedlungen durchgeführt und waren auf vielen Veranstaltungen mit einer Ausstellung und einem Formicarium unterwegs.“
Als Nachfolger von Gisela Hering konnte Helge Kirchner gefunden werden. Einstimmig wählten die Mitglieder Kirchner zum ersten Vorsitzenden der Kreisgruppe. Als zweiter Vorsitzender wird ihn Fred Klockgether unterstützen. Kassenwart ist künftig Annegret Rüdebusch. Als stellvertretender Kassenwart und Schriftführer kam Andreas Ohmstede ins Amt.
Um die Vorstandsmitglieder auf ihre Arbeit vorzubereiten, stellte Gert Habermann Schulungen in Aussicht. „Nach und nach können Sie sich so in das faszinierende Thema Ameisen einarbeiten.“ Auch bei der eventuell notwendigen Umsiedlung von Ameisennestern versprach der Landesverbandsvorsitzende Hilfe.
Vor den Vorstandswahlen schilderte Habermann in einem umfassenden und sehr interessanten Vortrag das Leben und Sozialverhalten der Ameisen. Auch unternahm er eine Exkursion in die verschiedenen Ameisenarten und deren Eigenarten. Ferner berichtete er über die Arbeit der Ameisenschutzwarte in Schulen und anderen Einrichtungen. „Wenn die Kinder sehen, was für eine wichtige Funktion die Ameisen beispielsweise im Wald einnehmen, treten sie die Tiere auch nicht mehr tot.“ Habermann erklärte auch, dass auf einem Hektar Waldfläche fünf Kubikmeter Boden von den emsigen Tieren durchwühlt werden.
