WILDESHAUSEN - Die Fanfarenbläser spielten flotte Marschmusik und Rockklassiker. Von zehn erwarteten Standbetreibern kamen am Sonnabend jedoch nur sechs auf den Markt.

Von Manfred Mietzon

WILDESHAUSEN - Die Attraktivität des Marktes am Sonnabend in Wildeshausen möchte die Deutsche Marktgilde steigern. Den Auftakt bildete an diesem Wochenende ein Platzkonzert des Fanfarenzuges des Spielmannszuges Wildeshausen.

60 Minuten boten die jungen Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Dirk Köhler nicht nur flotte Marschmusik, sondern auch ihre Interpretationen bekannter Rockmusikklassiker. Die Stimmung auf dem Marktplatz war gut, überdeckte aber nicht die Nachdenklichkeit der Marktbeschicker. Vor drei Wochen hatte die Deutsche Marktgilde einen neuen Versuch unternommen, den Sonnabendmarkt wieder zu etablieren. Ursprünglich sollten zehn Händlern mit frischen Lebensmitteln aus der Region ihre Stände auf dem Marktplatz in Wildeshausen aufbauen. Einer der Händler scheute aber schon am ersten Sonnabend die Fahrt in die Wittekindstadt, der Schlachter gab nach dem verhaltenen Auftakt sofort auf.

Am vergangenen Sonnabend waren nur noch sechs Händler auf dem Marktplatz vertreten. Die mangelnde Standhaftigkeit schmerzt nicht nur den Marktmeister vor Ort, Hans Joachim Grundmann. Auch die anderen Marktbeschicker können das Verhalten ihrer Kollegen nicht verstehen. Man müsse um die Akzeptanz der Kunden kämpfen, so Torsten Meyer, der seit Jahren mit seinem Imbisswagen donnerstags und sonnabends auf dem Wildeshauser Marktplatz steht, gegenüber der NWZ . Die Leute kämen nur auf den Markt, wenn sie wissen, dass ein gutes Angebot besteht. Gründe für die Zurückhaltung der Wittekindstädter gebe es eigentlich nicht, sind sich die Händler einig.

Sie setzen ihre Hoffnung auf das jetzt einsetzende Frühlingswetter – und darauf, dass mit den Temperaturen auch die Lust der Wildeshauser auf den Markt am Sonnabend steigt.