WILDESHAUSEN - Gut 115 Kilo schwer wiegt ein Flügel. Gleich vier der Eichentüren baute Tischler Tim Pieper aus Düngstrup am Freitag im neu errichteten Schafkoben am Pestruper Gräberfeld ein. Die Beschläge hat Schmied Wilhelm Nehrkorn erstellt. Mit dem Einbau der Tore gilt der Wiederaufbau des Schafkobens als abgeschlossen.
Wir sind froh, dass diese Sonderarbeit vorbei ist, sagte Hergen Stolle, Vorsitzender des Heimatvereins Düngstrup, dem der Schafkoben gehört. Die Aktion habe viele Kräfte gebunden. Noch am Freitag waren Helfer mit der Beseitigung des Bauschutts beschäftigt. Der Stall, ein Aushängeschild im Naturpark Wildeshauser Geest, war Ende Februar 2011 von einem Brandstifter angezündet worden. Das reetgedeckte Gebäude brannte total nieder und wurde nun originalgetreu wieder aufgebaut. Mit einem ökumenischen Heidegottesdienst auf Plattdeutsch wird der Schafkoben am Sonnabend, 12. Mai, um 18 Uhr eingeweiht. Die musikalische Begleitung übernimmt dabei das Jagdhornbläserkorps Wildeshausen.
