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Schützengilde Niedersachsenlied aus Hunderten Kehlen

Robert Otto

WILDESHAUSEN - Als die letzten Mitglieder der IV. Kompanie (Huntetor) das ehemalige Gelände des Getränkemarkts „Zisch“ in der Sögestraße betraten, waren die meisten Tische besetzt. Die von Fähnrich Arne Tschöpe bewirteten Männer holten am Dienstagnachmittag, genau wie die anderen Kompanien, vor dem Ausmarsch zum Krandel ihre Fahne ab. Die Quartiere waren in der Innenstadt verteilt.

In der Sögestraße seien laut Tschöpe rund 500 Leute gewesen. Unter ihnen war auch Dr. Kay Dannhorn, Mitglied des „Hohen Gerichts“. „Mein alter Pfingstclub ist hier und da fühle ich mich natürlich verbunden“, erklärte er. Für Musik sorgte das Blasorchester Wildeshausen sowie der Spielmannszug Visbek.

Im Festzelt auf dem Parkplatz der

NWZ

  in der Westerstraße bewirtete Fähnrich Bernd Niester die I. Kompanie (Ratskompanie). Die 88 Schwarzröcke, die alle mindestens 25 Jahre Gildemitgliedschaft verzeichneten, kamen zusammen mit den Tambouren der Wachkompanie. Das Zelt war gut besetzt, die Stimmung hervorragend. „Die Ratskompanie ist eigentlich die stärkste. Viele marschieren aber in ihren ursprünglichen Kompanien aus“, erzählte Manfred Wulf, der am Offizierstisch Platz nahm.

Für Karl-Heinz Imhof kommt indes keine andere Kompanie in Frage. Der 92-Jährige ist seit 60 Jahren in der Schützengilde, seit 35 Jahren Mitglied der Ratskompanie. Den Nachmittag genoss er im Kreise seiner Kameraden. „Besonders das kühle Bier ist herrlich“, schwärmte er und stieß gut gelaunt an.

Weitaus lauter ging es bei Landmaschinen Schröder zu. In der zum Bersten gefüllten Halle in der Heemstraße standen einige Mitglieder der II. Kompanie (Cornauertor) tanzend und singend auf den Tischen. Die Musik dazu lieferten Spielmanns- und der Fanfarenzug Wildeshausen. Als das „Niedersachsenlied“ angestimmt wurde, kochte die Stimmung beinahe über. „Wir schätzen, dass hier 750 Leute sind“, sagte ein begeisterter Fähnrich Stefan Mahlstede, der für die Bewirtung zuständig war. Rekrut Phillip Meyer war ebenfalls euphorisiert: „Die Stimmung ist einfach nur der Wahnsinn.“ Den Rockapell musste er da noch nicht über sich ergehen lassen, im Gegensatz zum Pfingstclub „Los Gilderados“. Hier hatten die Wachsoldaten vor allem Unterwäsche und Zylinder in zweifelhaften Farben zu bemängeln.

Auch auf der Burgwiese war die Laune bestens. Hier holte die III. Kompanie (Westertor) mit Fähnrich Jörn Ahlers die Fahne ab. Die V. Kompanie (Wachkompanie) richtete sich im Rathaus ein. Die Bewirtung übernahm Fähnrich Thomas Seyffart. Der König des vergangenen Jahres wurde in der Gaststätte „Hotel Stadt Bremen“ (Wolters) von der Königskompanie abgeholt.

 @ Ein Spezial zum Gildefest unter:

http://www.NWZonline.de/gildefest

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