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Schützengilde US-Amerikaner ist König – Gerald Kreienborg Schaffer

WILDESHAUSEN - Der Jubel war bis ins Festzelt zu hören. Weiße Federn flogen. Als neues Schafferpaar der Wildeshauser Schützengilde wurde an diesem Mittwochfrüh, kurz nach Mitternacht, Gerald und Anja Kreienborg vorgestellt. Beide nahmen einen kräftigen Schluck aus dem Schaffertrunk, nachdem General Dr. Kian Shahidi sie auf ihr neues Amt verpflichtet hatte.

Zuvor war erstmals in der Geschichte der Schützengilde ein US-Amerikaner zum neuen König gekürt worden. Der 43-jährige Herzchirurg Erik Beyer aus Jackson im US-Bundesstaat Tennessee holte den Papagoy von der Stange. Seine Königin heißt Tracy; Sohn George (1) wurde Montag in der Alexanderkirche getauft. Um seinen Verpflichtungen als Majestät nachzukommen, will er sich eine Bleibe in Wildeshausen suchen.

Bei besten Bedingungen waren 2650 Schwarzbefrackte, Offiziere und Musiker am Dienstag zum Königsschießen in den Krandel ausmarschiert. Es war eines der größten Regimenter, die sich je durch die Innenstadt auf den Weg gemacht haben. Shahidi sprach von einer „gigantischen Zahl“.

Der neue Schaffer Gerald Kreienborg (36) ist in der Kreisstadt kein Unbekannter: Seine Eltern sind der 2006 verstorbene Kaufmann Walter Kreienborg sen. und Josefa Kreienborg (74). Gemeinsam mit Ehefrau Anja hat er eine Tochter: Kerstin ist im Februar geboren. Der Technische Leiter der IT-Sparte der Kreienborg Geflügelschlachterei GmbH hat das „Gilde-Gen“ seit Jugendzeiten. Als Schüler nahm er am Kinderkönigsschießen teil. Gildemitglied ist er seit 1996. Bei der Schafferwahl 2006 war er Wahlmann von Schaffer Thomas Finkenzeller. Mit seinem Pfingstclub „Blüsen-Bier-Club von 1999“ (BCC) war er am Dienstag noch ausmarschiert und hatte das Königsschießen verfolgt.

Bei der Zeremonie vorm Rathaus ließ der BCC Federn fliegen – in Anspielung auf die Tätigkeit der Familie Kreienborg in der Geflügelbranche. Der Schaffer bedankte sich in einer kleinen Ansprache.

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Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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