WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/LD - Die Wetterbilanz der Wildeshauser Hobby-Meteorologin Linda Vietor für den Mai fällt nicht so schlecht aus. Eine lang anhaltende Süd- und dann Ostströmung bescherte vom 3. bis 13. des vergangenen Monats eine stabile Schönwetterperiode. Nachts fiel das Thermometer auf unter 10 Grad, tagsüber wurde es angenehm warm. Elf Tage hintereinander kletterten die Tagestemperaturen auf über 20 Grad und erreichten auch schon einmal die 25-Grad-Marke.

Das Hoch Paul blieb in dieser Zeit über Skandinavien liegend auch für uns wetterbestimmend. Allgemein freuten sich die Bürger in Stadt und Land über den Wärmeschub, brachte er die Natur doch dazu, die im April durch die kalte, feuchte Witterung entstandene Verspätung aufzuholen. Allerdings hatten in dieser Zeit besonders Allergiker zu leiden, denn der Ostwind brachte Pollen aller Art aus dem Osten Europas. Sie machten nicht wie gewöhnlich an der Küste und den Inseln vor dem dort im allgemeinen herrschenden Seeklima halt, sondern flogen weit über die Nordsee bis nach England.

Pünktlich am 15. Mai stellte sich mit der „Kalten Sophie“ aber doch noch einmal hier und da Bodenfrost ein, der so manchen Gartenfreund um seine noch zarten, gerade erst aufgegangenen Pflanzen bangen ließ. „Das Beste gegen den Frost ist, dass man in die Beete ein Behältnis mit Wasser stellt, das zieht den Frost an und schützt die Umgebung“, rät die 83-jährige Martha Hofmann in ihrem urwüchsigen Garten am Ziegelhof in Wildeshausen.

Am 16. wurde es erstmals windig und eine Spitzenwindgeschwindigkeit von 45,1 km/h festgehalten. Am 19. und 20. fegte das Tief Gertrud über Mitteleuropa hinweg, richtete bei uns aber keinen Schaden an. Am ärgsten wehte es drei Tage später, der Monat hatte seinen Spitzenwert mit 56,3 km/h am 24. um 16.20 Uhr erreicht.

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