WILDESHAUSEN - „Theater! Aktuell! Revolte! Mini-Dramen! Ehrliches Theater! Dramatik! Immer! Muss das sein?“. Das waren die Parolen die am vergangen Donnerstagabend immer wieder durch das Forum des Wildeshauser Gymnasiums hallten. Auch in diesem Jahr gab es wieder einen Theaterkursus „Darstellendes Spiel“, der aus Schülerinnen und Schülern des elften Jahrgangs bestand und der dem Publikum unterhaltsame Kurzszenen, sogenannte „Mini-Dramen“, präsentierte.

Innerhalb einer knappen Stunde führte die Gruppe, die aus vier Klassen und insgesamt 85 Mitwirkenden bestand, 17 verschiedene Kurzszenen mit unterschiedlichen Inhalten auf.

Einige der Szenen waren humorvoll, andere waren lediglich mit Rhythmen, einfachen Instrumenten und ohne Sprachtext ausgefüllt, denn der Theaterkursus arbeitete hauptsächlich mit Ausdrucks- und Darstellungsmöglichkeiten des Körpers und der Sprache. So entstanden kleine Handlungsabläufe und Choreographien.

Der Text von Helmut Eisendle „Theater-machen“ war der Ausgangsstoff für unterschiedliche Inszenierungen: Einmal wurde er für unterschiedliche Standbilder verwendet, ein anderes Mal beim Zusammenprall zweier Kofferträgerinnen am Bahnsteig sowie in einer Szene, in der ein Pharao seine Sklaven zur Arbeit antrieb.

Des Weiteren wurde ein Prosatext von Gabriele Wohmann in einer dramatischen Szene umgesetzt. Auch einige Überraschungsmomente hatten die Schüler auf ihrer Seite. So saßen einige Schauspieler im Publikumsraum und begannen plötzlich laut zu rufen, was einige Theaterbesucher durchaus aufschreckte.

Die Bühne war teilweise überhaupt nicht dekoriert, und dann wieder waren einige wenige Requisiten vorhanden, aber hauptsächlich ging es darum, Körper und Sprache zu inszenieren.

Die Leitung der Inszenierungen im prall gefüllten Forum hatten die Lehrer Gaby Tipper und Ingo Lorenz übernommen. Das Publikum war von der Aufführung begeistert, während der gesamten Spielzeit wurde immer wieder laut gelacht und natürlich eifrig geklatscht. Zuletzt hallten auch anerkennende Pfiffe durch den Saal.