WILDESHAUSEN - Sie sei ein „Aushängeschild der Pfarrgemeinde“, „unheimlich wertvoll“, ja, „für Wildeshausen eine wandelnde Chronik“ mit Kenntnis der Menschen und Zusammenhänge: Es fehlte nicht an Lobbezeugungen bei der Verabschiedung von Gisela Weckauf nach fast 32 Jahren als Pfarrsekretärin im Pfarrbüro der St. Peter Gemeinde in Wildeshausen. Bei einem Hochamt und  anschließendem Sektempfang  mit Im- biss im Waltberthaus sagten am Sonntag Gemeindemitglieder aus Wildeshausen und Ahlhorn sowie Weggefährten der langjährigen Kirchenmitarbeiterin danke. Die 60-Jährige zeigte sich bewegt von der großen Wertschätzung.  Sie  gehe „mit einem weinenden Auge“, sagte sie: „Das Büro war mein zweites Zuhause.“ Ihren letzten Arbeitstag hat Weckauf am 3. August, im September tritt sie in die Ruhephase der Altersteilzeit.

Im Laufe der 32 Jahre habe sich „viel getan“, verwies Pfarrer Holger Kintzinger auf eine bewegte Zeit in Gesellschaft, Ökumene, Kirche – aber auch in der kirchlichen Verwaltungsarbeit: „Viele neue Fragen stellten sich. Die Dinge wurden immer schneller.“ Für Gisela Weckauf hätten nichtsdestotrotz die Menschen im Vordergrund gestanden: „Sie haben sich Zeit genommen, sind freundlich auf die Menschen zugegangen“, würdigte Kintzinger. Auch so manchen früher begonnenen oder verlängerten Arbeitstag habe es gegeben. „Vergelt’s Gott“, warf der Pfarrer der Mitarbeiterin zu und überreichte für die Gemeinde ein Geschenk: ein Bild ihres Elternhauses in der Sögestraße in einer früheren Ansicht, gemalt von Ludger Kintzinger, Bruder des Pfarrers.

In das Lob fiel auch Maria Wübbeler als Vorsitzende des Seelsorgerates ein: Gisela Weckauf sei es gelungen, den ersten Kontakt von Menschen zur Gemeinde, der häufig über das Kirchenbüro laufe, positiv zu gestalten: „mit Offenheit, immer lächelnd, immer positiv, immer mit Gummibärchen für Kinder in der Schublade, helfend mit Rat und Tat“. Dankeschön mit einem geschmückten Baum sagte auch die Wildeshauser Kolpingsfamilie: „Du bis wie ein Baum in der Gemeinde: fest verwurzelt, aber in der Ökumene biegsam wie eine Weide“, so 2. Vorsitzende Karola Müller.

der Pfarrsekretärin in der Kirchengemeinde, zu der seit der Zusammenlegung von St. Peter Wildeshausen und Herz-Jesu Ahlhorn rund 7000 Katholiken gehören, sind breit gefächert: vom Führen der Melde-, Geburten-, Hochzeits-, Sterberegister über vorbereitende Arbeiten für Sakramente bis zu den Pfarrnachrichten.

wird die Aufgaben im Wildeshauser Pfarrbüro Marlies Bley übernehmen, die seit 1996 im Ahlhorner Pfarrbüro tätig war. Künftig wird sie dort noch donnerstagsvormittags vor Ort sein als Ansprechpartnerin. Sie gehe „mit viel Freude“ an die neue Aufgabe, sagte sie. Pfarrer Kintzinger bescheinigte, sie kenne „sich aus im Pfarramtswesen“.