Wildeshausen - Ja, es war den Mitgliedern des Kulturkreises in Wildeshausen anzumerken, dass sie sich auf das Programm 2018/2019 freuen. Und sie freuen sich darüber, was sie wieder organisieren konnten. Aber beim Thema Geld wurden die Mitglieder ernst.
Am Mittwoch haben sie das neue Kulturkreis-Programm vorgestellt. Selbst mit Kraftakten habe man zwölf Veranstaltungen nicht auf die Beine stellen können und auf zehn reduzieren müssen, sagte der zweite Vorsitzende Horst Strömer. „Die Kinderkultur ist davon aber unberührt geblieben.“ Grund dafür ist die finanzielle Lage. Erster Vorsitzender Werner Stommel geht im Vorwort des Programmheftes kurz darauf ein: „Seit 2009 hat die Stadt Wildeshausen ihren Kulturkreiszuschuss in Höhe von jährlich 15 000 Euro (Ausnahme: 16 000 Euro im Jahr 2010) nicht mehr angepasst.“ „Aus meiner Sicht sind die Zahlen beschämend“, ärgerte sich Stommel.
Der Kulturkreis zehrt seit 2011 von einem Privatkredit in Höhe von 11 000 Euro. „6000 Euro haben wir bis heute nicht zurückzahlen können. Wir brauchen dringend eine öffentliche Diskussion über den Stellenwert von Kultur.“ Der Kulturkreis hätte zudem mehr Programm-Gestaltungsmöglichkeiten, wenn die entsprechenden Säle da wären. „Wir haben keine Bühne, die der normalen Bühnennorm entspricht.“
Die Räume, die sich aber noch eignen – Forum des Gymnasiums und Musikschulsaal – werden ab September wieder mit Leben erfüllt. Den Auftakt macht der Kinderkulturkreis mit „Cowboy Klaus und sein Schwein Lisa“. Am Mittwoch, 5. September, kommt die Wolfsburger Figurentheater Compagnie mit dem Stück in den Musikschulsaal. Der Vorverkauf für die Vorstellung läuft bereits. Das Programm der Erwachsenenkultur beginnt am 25. Oktober mit einem Klavierkonzert von Alexandre Tharaud. „Mehr als nur hörenswert“, schwärmte Stommel. Der Künstler tritt weltweit auf.
Die Bremer Shakespeare Company zeigt „Ein Sommernachtstraum“ am 29. September. Eine Lesung zum Thema „Umwelt“ halten Maria Anna Stommel (Wildeshausen), Dirk Röse (Haren) und Sigune Schnabel (Düsseldorf) am 16. Februar. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ heißt der Film, der Dokumentarfilmer Karl-Heinz Heilig am 23. März präsentiert.
Karten im Vorverkauf gibt es in den Buchläden in Wildeshausen: Bökers am Markt sowie Gilde-Buchhandlung. Infotelefon (90 Minuten vor Vorstellungsbeginn der Erwachsenenkultur) unter
