WILDESHAUSEN - Entwicklung des 700 Hektar großen Hafenareals, Stadtteilsanierung oder Verkehrsplanung: Ambitionierte Projekte hat Ulrich Fortmann als Leiter des Stadtplanungsamtes im ostfriesischen Emden betreut. Nun hat der 43-jährige Stadt- und Regionalplaner den Schreibtisch gewechselt. Am Freitag stellte Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi Fortmann als neuen Leiter des Fachbereichs Bau vor.
„Ich bin froh, dass wir das Team im Bauamt wieder fast vollständig besetzt haben“, erklärte Shahidi. Immerhin handele es sich um eine Schwerpunktaufgabe der Verwaltung. Fortmann tritt im Stadthaus die Nachfolge von Wilfried Johannes an, der Ende Mai vorzeitig in den Ruhestand gewechselt ist.
Bislang kenne er Wildeshausen nur als Radtourist, räumte der gebürtige Cloppenburger Fortmann freimütig ein. Die Stadt sei „sympathisch und schön“ und biete ein großes Entwicklungspotenzial. Die kurzen Wege und die Nähe zu den Bürgern seien für ihn ein Grund gewesen, sich auf die Stelle zu bewerben. Außerdem habe er zurück ins Oldenburger Land gewollt. Shahidi zufolge gingen etwa 40 Bewerbungen auf die Stelle des Bauamtsleiters ein.
Fortmann hat in Göttingen und in London Geografie, Stadtplanung und Englisch studiert. Ein Jahr lang war er in Cambridge tätig. Den Stadtplaner verschlug es für zwei Jahre in eine hessische Gemeinde. Von 1996 bis 2002 arbeitete der 43-Jährige für das Oldenburger Planungsbüro „plankontor“. In dieser Zeit war er unter anderem federführend für den Flächennutzungsplan für Harpstedt tätig. „Ich war damals viel in der Region unterwegs.“ Fortmann ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und drei Töchtern (9 und 4 Jahre und drei Monate) in Oldenburg.
Der neue Bauamtsleiter räumte ein, dass er ursprünglich nie in die Verwaltung wollte. Diese Ansicht habe sich schnell geändert. Nirgendwo gebe es so ein großes Aufgaben- und Themenspektrum. Zudem sei er immer bei der Umsetzung gefordert. In Wildeshausen hat er sich schon bei vielen Kollegen vorgestellt. „Ich denke, die Chemie stimmt“, sagte er.
Shahidi erinnerte daran, dass zahlreiche Projekte abgearbeitet werden müssten – von der Dorferneuerung bis zur Verkehrssteuerung. Fortmann will sich so schnell wie möglich einarbeiten.
