Wildeshausen - Die ersten Vorboten des „Urgeschichtlichen Zentrums“ Wildeshausen sind da: Von sofort an gibt es im Büro des Verkehrsvereins handgenähte Säckchen mit dem Namen „WILshuser Urgestein“. Darin befindet sich ein Glücksstein, der individuell beschriftet werden kann. Die roten Säckchen werden bei den Tagesförderstätten der Diakonie Himmelsthür gefertigt.

„Das gibt es nicht von der Stange“, wies Daniela Baron vom Wildeshauser Stadtmarketing im NWZ-Gespräch auf die hohe handwerkliche Qualität des „Urgesteins“ hin. Für die Herstellung seien „viele Arbeitsschritte“ erforderlich. Gerade der Glücksstein, der individuell beschriftet werden kann, biete das „gewisse Etwas“. 1000 Stück des roten Säckchens werden gefertigt. Der Verkaufspreis: 2,95 Euro pro Stück.

Zum anderen hat die Tagesförderung der Diakonie auch Blumentöpfe gefertigt, die je nach Jahreszeit mit Primeln, Heide oder einem Weihnachtsstern bepflanzt werden können. Ein Stecker kennzeichnet den Topf zudem als „Produkt aus Wildeshausen“. Der Blumentopf wird zum Preis von 3,95 Euro verkauft, sagte Baron.

Für jeden verkauften Artikel erhalten die Tagesförderstätten der Diakonie eine Spende. Die Zusammenarbeit zwischen dem Verkehrsverein, den Tagesförderstätten der Diakonie und dem Stadtmarketing habe sich bereits im letzten Jahr erfolgreich bewährt, als ein neues Samentütchen mit dem Namen „WILde Wiese“ mit einer besonderen Wildeshauser Blumenmischung abgefüllt wurde. Die Blumenmischung ist auch in diesem Jahr wieder beim Verkehrsverein erhältlich.

„Die Nachfrage war im vergangenen Jahr so groß, dass wir zeitweise ausverkauft waren“, berichtete Claudia Olberding, die als Geschäftsführerin des Verkehrsvereins gerne auf regionale Besonderheiten setzt. Auch Rita Gogolin, Leiterin der Tagesförderstätten der Diakonie Himmelsthür zeigte sich sehr zufrieden mit dem Erfolg der Aktion: „Das Bearbeiten von mehreren Tausend Samentütchen war schon eine Herausforderung, die wir aber mit viel Geduld und einigen Hilfsmitteln gerne und gut gemeistert haben. Das Pflanzthema haben wir dann für andere Aktivitäten im Hause weiter aufgegriffen, so dass es insgesamt ein in sich stimmiges Projekt war.“

Die Stadt Wildeshausen und der Verkehrsverein haben die Samentütchen aber nicht nur verkauft, sondern teilweise auch als sympathische Werbegeschenke weitergegeben. „Die Kindergartenkinder haben beispielsweise vor den Sommerferien alle ein Päckchen zum Ausstreuen bekommen“, erläuterte Baron eine Initiative des Stadtmarketings. Auch die neuen Werbeträger könnten in dieser Form eingesetzt werden, indem städtische Gäste beispielsweise einen Glücksstein als Willkommensgruß erhalten.

Durch die erfolgreiche Kooperation seien die Partner enger zusammen gewachsen. Es entstanden die neuen Ideen für Souvenirs und Mitbringsel. Die Zusammenstellung der Produkte biete eine sinnvolle Beschäftigung für die Bewohner und passten gut zum Image der Wittekindstadt.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent