WILDESHAUSEN - Siebzehn Jahre sorgte die Lohner Oldie-Band „Fair Play” mit mitreißenden Hits der 60er und 70er für volle Tanzsäle – national wie auch international. Viele Gäste erinnern sich noch gern an ausgelassene Partystimmung bis tief in die Nacht. Während der langen Jahre bescherten die Musiker nicht nur ihren Fans, sondern auch vielen kranken und notleidenden Menschen Freude. Sie stellten ihre Gage wohltätigen Zwecken zur Verfügung, förderten später Projekte wie die Litauenhilfe, Ukrainehilfe, Kosovohilfe und Hondurashilfe. Außerdem konnte sich Karl-Heinz Böhm über Spenden für sein Projekt „Menschen für Menschen” freuen. Innerhalb von 17 Jahren spielte „Fair Play” etwa 70 000 Euro für sein Lebenswerk ein.
Für Frontmann Franz kl. Holthaus (Bass und Gesang) wurde das musikalische Engagement neben seiner Tätigkeit als erfolgreicher Unternehmer irgendwann zu viel. Er stieg aus. Aber nicht für ewig, wie sich jetzt zeigte. Die Musik lässt den 62-Jährigen eben nicht los. Mit den Freunden Achim Bütow (Gitarre), Andreas Meiners (Piano und Keyboard), Norbert Mertens (Gitarre) sowie dessen Sohn Tobias Mertens (Schlagzeug) ging es unter dem Bandnamen „Nightshift“ (Nachtschicht) ins Tonstudio. Herausgekommen ist eine Scheibe mit Oldies wie „Sweet Home Alabama“, „Country Roads“, „Black Night“ und „Rockin’ all over the World“. Als Gast singt der Wildeshauser Journalist Joachim Decker zwei der 16 Titel („Amarillo“ und „Beautiful Sunday“).
Und wieder geht es auch um Wohltätigkeit. Der Verkauf des Tonträgers (10 Euro) und der Erlös aus geplanten Livekonzerten kämen „eins zu eins“ einem Frauenprojekt der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) in Honduras zugute. Die KAB hilft seit 2003 Frauen in den Armutsvierteln der Hauptstadt Tegucigalpa zur Selbsthilfe – Schulung und Beratung eingeschlossen. Die Menschen in dem mittelamerikanischen Land haben diese Unterstützung bitter nötig, wie Gerhard Mäurer und seine Frau Rosa-Maria von der KAB am Montag erläuterten.
Die Oldie-CD wird Ende April fertig sein. Die Gruppe „Nightshift“ wird sich einer größeren Fangemeinde am 22. August in der Altonaer Scheune bei einem Livekonzert mit der Top-40-Band „Promise“ präsentieren.
