Düngstrup - Auch wenn ein Vertreter der Stadt Wildeshausen in diesem Jahr der Eröffnung der 37. Wildeshauser-Geest-Schau auf dem Saal bei Schönherr in Düngstrup fernblieb, freute sich der erste Vorsitzende des Kleintierzüchtervereins I 23, Düngstrup und Umgebung, Ralf Trautmann, über zahlreiche Gäste. Neben Ehrenmitglied und Schirmherr Holger Ortel, dem Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley nebst Familie und dem stellvertretenden Landrat Eduard Hüsers waren es vor allem auch die Partnervereine I 94 Varel-Land, M132 Prenzlin aus Mecklenburg-Vorpommern und der KTZV SA Barr aus dem französischen Elsass sowie die Zuchtfreunde aus dem Kreisverband Oldenburg-Süd, die auch diese Rasseschau mit Tombola und Bewirtung zu einem besonderen Erlebnis werden ließen.

Mit einem Geschenk überraschte der Vorsitzende des Zuchtvereins in Barr, Christian Schwab-Schneider. Er überreichte Trautmann und Gerd Harms eine „Gänseliesel“, eine selbst angefertigte Wandfigur. Ein Gastgeschenk, denn alle drei Jahre reisen die Kleintierzüchter aus Barr mit eigenen Tieren an. Schwab-Schneider ist in Wildeshausen kein Unbekannter: Der im französischen Barr lebende Maler zeigte im Wildeshauser Stadthaus Ende des vergangenen Jahres eine Ausstellung mit 108 Taubenmotiven.

Mit nach Düngstrup gekommen war auch Suzanne Lotz, Bürgermeisterin der 800-Seelen-Gemeinde Goxwiller, die Grüße aus Frankreich mitbrachte und der Ausstellung einen guten Verlauf wünschte.

Eduard Hüsers würdige in seiner Funktion als stellvertretender Landrat die wichtige Arbeit von Vereinen wie dem I 23. Bei allen Geschäften und aller Anspannung im Alltag sei die Beschäftigung mit der Kleintierzucht eine Tätigkeit mit entspannender und ausgleichender Wirkung. „Es ist schön anzusehen, welche Zeit damit auch Jugendliche im Verein verbringen. Zeit, die heute ein Luxus ist und hier sinnvoll verwendet wird“, so Hüsers.

Schirmherr Holger Ortel appellierte an die Mitglieder in den Vereinen, auch künftig vermehrt Ehrenämter zu übernehmen. „Ist dies nicht der Fall, wird mir angst um die Vereinskultur in Deutschland“, so Ortel, der die Kleintierzucht zugleich als Passion bezeichnete.

MdL Bley hatte gleich seine Enkelinnen Laura und Annika mitgebracht. Er erwähnte, dass die siebenjährige Laura einen Kaninchenkäfig erhalten habe. Annika sei mit drei Jahren noch zu jung. „Wenn sich Kinder für diese Tiere interessieren, dann gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass auch künftig Ausstellungen dieser Art stattfinden werden.“

Auch Anja Freter, Obfrau für die Öffentlichkeitsarbeit im Kreisverband Oldenburg-Nord, konnte nur unterstreichen, dass die Schau nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Vielfalt der Kleintierzucht darstelle.