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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Kulturszene Entsetzt: Kunsthallenleiter Jürgen Fitschen verlässt Wilhelmshaven

22.12.2017

Wilhelmshaven Die Nachricht kam überraschend, aber für Eingeweihte nicht völlig unerwartet. Nach einem offenbar bemerkenswerten Gespräch mit der Wilhelmshavener Verwaltungsspitze im November dauerte es nur wenige Wochen, bis Wilhelmshavens Kunsthallenleiter Jürgen Fitschen mitteilte, Wilhelmshaven vorzeitig zu verlassen.

In der Wilhelmshavener Kulturszene und Kommunalpolitik löste die Nachricht Bedauern und teilweise Entsetzen aus. Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Stephan Hellwig und Howard Jacques, sprachen gegenüber dieser Zeitung beide von einem „großen Verlust für das Wilhelmshavener Kulturleben“. Michael Diers, für die Kunsthalle verantwortlicher Geschäftsführer der Wilhelmshavener Tourismusgesellschaft WTF, sprach sogar von einer Katastrophe.

Fitschen war es gelungen, sich in kurzer Zeit großes Ansehen zu erwerben. Die Ausstellungen seit seinem Amtsantritt im März fanden großes Publikumsinteresse, und für seine Zukunftsplanungen gab es viel Zustimmung. Die Zahlen, die der neue Kunsthallenchef am Donnerstag vorlegte, sprechen eine deutliche Sprache: Die Zahl der Besucher stieg um 39 Prozent auf 8150, die Eintrittserlöse um 167 Prozent auf 9750 Euro.

Fitschen war nach Wilhelmshaven gekommen, um die Leitung der Kunsthalle im Rahmen einer geplanten Kulturstiftung zu übernehmen. Im Gespräch mit Journalisten bedauerte er, dass die Verwaltungsspitze sich offenbar von diesem Gedanken wieder entferne.

In der Kommunalpolitik sorgte der angekündigte Weggang von Fitschen nicht nur für Bedauern, sondern auch für Zorn auf den Oberbürgermeister. „Wie kann es möglich sein, dass Andreas Wagner als Verwaltungschef in so kurzer Zeit soviel Schaden anrichtet?“, fragte ein Ratsmitglied, das nicht namentlich genannt werden wollte.

Nach Informationen dieser Zeitung wollen mehrere Ratsfraktionen in den nächsten Wochen das Gespräch mit dem Kunsthallenchef suchen, um ihn zu überzeugen, dass nicht Oberbürgermeister und Verwaltung, sondern der Rat die wichtigen Entscheidungen für die Stadt trifft.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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