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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Begeisternd auch ohne Tritsch-Tratsch-Polka

18.01.2019

Wilhelmshaven Neujahrskonzerte à la Wiener Philharmoniker funktionieren auch ohne Donauwalzer, Tritsch-Tratsch-Polka und Radetzky-Marsch. Das bewiesen jetzt die Bremer Philharmoniker im 5. Saisonkonzert unter der Leitung von Marko Letonja. Das Pfund, mit dem die Bremer am Mittwochabend in der Stadthalle Wilhelmshaven wucherten, hieß Juliane Banse. Die zierliche Sopranistin mit der großen Stimme lieferte die Glanzpunkte dieses Konzertes.

Einer der Höhepunkte des Abends war das Lied „Meine Lippen die küssen so heiß“ aus der Lehár-Operette „Giuditta“. Juliane Banse, mit einem Sopran von großer Strahlkraft ausgestattet, punktete zudem mit dem Vilja-Lied aus „Die lustige Witwe“ und „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ aus der Operette „Der Favorit“ von Robert Stolz.

Hätten die Organisatoren den Blech- und Holzbläsern des Orchesters eine etwas höhere Sitzposition eingeräumt, wäre vielleicht der Orchesterklang noch etwas ausgeglichener ausgefallen. Die Dominanz der Streicher, vor allem zu Lasten der Holzbläser, war in der Konstellation vom Mittwoch unüberhörbar.

Mit der Ouvertüre zu „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppe waren die Bremer elegant in die Programmfolge hineingaloppiert. Zum Ende des ersten Teils machte das Orchester einen kleinen Abstecher in die besondere Klangwelt des Richard Strauss, dessen Walzerfolgen Nr. 1 aus „Der Rosenkavalier“ mit schönen Tempovariationen und klanglicher Raffinesse vorgetragen wurden.

Knackige Streicherklänge und ein schönes Oboensolo stachen aus der Ouvertüre zu „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß (Sohn) hervor, mit der der zweite Teil eingeläutet wurde. Beim Csárdás aus „Ritter Pasman“ von Johann Strauß (Sohn) legten sich die Musiker besonders ins Zeug.

Und dann noch einmal Juliane Banse in Hochform: Beim „Frühlingsstimmen Walzer“ von Johann Strauß unterstrich die Professorin an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf ihre musikalischen Qualitäten: ein bezauberndes Timbre, eine sichere Höhe und – wie schon am Anfang erwähnt – enorme Strahlkraft.

Das Publikum war begeistert. Es wurde für den Schlussapplaus mit der Polka „Blitz und Donner“ von Johann Strauß belohnt.

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