WILHELMSHAVEN - Nur wenige Tage, nachdem Landesbühnen-Intendant Gerhard Hess öffentlich bekanntgegeben hat, dass er Mitte 2013 die Leitung des Theaters abgeben will, hat der Zweckverband der Landesbühne einen Nachfolger bestimmt. Die in diesem Gremien vertretenen vier Landkreise und acht Kommunen folgten dem Vorschlag des Aufsichtsrates und wählten Olaf Strieb (42) einstimmig für fünf Jahre in dieses Amt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.
Der gebürtige Eschweger war zuletzt Oberspielleiter und stellvertretender Intendant der Landesbühne. Er ist dem Publikum in Wilhelmshaven und dem Spielgebiet vor allem durch mitreißende Musical-Inszenierungen bekannt. Zuletzt führte er Regie bei „My fair Lady“ und „Romeo und Julia“. Beide Stücke stehen auch derzeit noch auf dem Spielplan.
Wilhelmshavens Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Wagner (CDU) begründete die Wahl Striebs damit, dieser habe „persönlich überzeugt“ und sich an der Landesbühne bewährt. Man habe bei der Hess-Nachfolge auf „Kontinuität setzen“ wollen. Überzeugt hat Strieb auch die Mitglieder des Zweckverbandes. Dessen Vorsitzender Jan Peter Bechtluft, Bürgermeister von Papenburg, sagte, für ihn sei wichtig gewesen, dass Strieb bei der gestrigen Vorstellung „neue Ideen unter Einbeziehung der Fläche“ vorgetragen habe.
Strieb hat nach seinem Abitur, das er am Gymnasium seiner nordhessischen Heimatstadt ablegte, an der Ruhruniversität Bochum Germanistik, Theaterwissenschaften und Geschichte studiert und mit dem Magister Artium abgeschlossen. Nach mehreren Regieassistenzen führte er 1995 erstmals Regie. Sein Debüt an der Landesbühne gab er 2004 mit „Gretchen ff“. Zuvor arbeitete er als freier Regisseur in Heilbronn, Bielefeld, Darmstadt, Mannheim und bei den Gandersheimer Domfestspielen.
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