WILHELMSHAVEN - Mit „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ von Christian Dietrich Grabbe hat Gerhard Hess seine Intendanz an der Landesbühne vor 14 Jahren eröffnet. Und so hält sich Hess auch in seiner letzten Spielzeit als Intendant an diese Devise: Der Spielplan spiegelt alle Facetten gesellschaftlichen Lebens und individueller Bedürfnisse wider.
Er verbeugt sich mit „Macbeth“ von Shakespeare, mit Goethes „Clavigo“ (im Studio) und den „Räubern“ von Schiller ebenso vor den Klassikern wie vor der Moderne: „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind, „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ von Eugene O’Neil und Hans Henny Jahnns „Trümmer des Gewissens“.
Zum dritten Mal steht ein neues Stück von David Lescot auf dem Spielplan. Die Landesbühne bringt dessen „Das System Ponzi“ als Deutschsprachige Erstaufführung heraus, ein Werk, das sich mit den Methoden der Geldvermehrung beschäftigt. Es gibt Komödien – „Sonny Boys“ von Neil Simon – und auf der Großen Bühne des Stadttheaters auch ein musikalisches Spektakel mit dem Titel „Ubu, König“, mit Songs von Mardi Gras.bb, Alfred Jarry und Jochen Wenz. Das Stück wird am 12. Januar 2013 uraufgeführt. Und ganz besonders freut sich Hess darauf, mit seiner Abschiedsinszenierung von Goldonis „Sommerfrische“ zum Ende der Spielzeit das Ensemble um sich versammeln zu können.
Die Abteilung Musical ist mit „Toll trieben es die alten Römer“ von Stephen Sondheim vertreten, einem Musical, das Hess schon allein musikalisch gesehen über die Werke von Andrew Lloyd Webber stellt. Grundsätzlich „bin ich von jedem Stück begeistert“, so der Landesbühnen-Intendanten zum neuen Spielplan, sonst „gehört es auch nicht auf den Spielplan“.
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