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Flüchtlinge Wille zur Integration ist immens

Melanie Hanz

Wangerland - Die Gemeinde Wangerland hat ihre Aufnahmequote für Asylbewerber längst erfüllt – und nimmt munter weiter Flüchtlinge zur Unterbringung auf. „Wir haben nach wie vor keine Schwierigkeiten, Wohnungen zu moderaten Preisen anzumieten“, berichtete Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena am Mittwoch.

Mit zwei weiteren Personen, die am Mittwoch im Wangerland ankamen, hat die Gemeinde in diesem Jahr bisher 115 Flüchtlinge aufgenommen – laut Königsteiner Verteilungsschlüssel hätten bis Ende Januar 2016 nur 105 Personen untergebracht werden müssen.

„Wir sind darauf eingerichtet, dass wir bis Ende Januar noch mehr Leute aufnehmen werden“, kündigte Mühlena an. Er freut sich, dass im Wangerland „alles ruhig“ ist und die Menschen aus dem Mittleren Osten, vom Balkan und aus Afrika gut aufgenommen und integriert werden.

Verteilt auf die Dörfer

Mit den 24 Flüchtlingen, die 2013 ins Wangerland kamen und den 18 Personen 2014 leben aktuell 155 Menschen fremder Herkunft in der Gemeinde – und zwar verteilt auf fast alle Ortschaften. Alle warten sie auf den Abschluss ihrer laufenden Asylverfahren.

Sie stammen aus Albanien (29), Armenien (6), Asserbaidschan (2), Bosnien-Herzegowina (1), Indien (1), Irak (4), Kosovo (18), Mazedonien (8), Montenegro (14), Russland (7), Serbien (19), Somalia (3), Syrien (41), Tadschikistan (1) und Zimbabwe (1).

„Das Netzwerk greift, die Bereitschaft zur Integration der Leute ist immens“, stellt Markus Gellert vom Wangerländer Ordnungsamt tagtäglich fest. Gemeinsam mit Günther Brede kümmert er sich rund um die Uhr um die Flüchtlinge. Und er freut sich, dass sich die Integrationslotsinnen und die Dorfgemeinschaften vorbildlich um die Menschen kümmern und sie ins Dorfleben einbeziehen. „Wundervoll“, schwärmt er.

So finden bereits seit 2013 dreimal pro Woche in Hohenkirchen Sprachkurse für die Flüchtlinge statt – jedes Mal nehmen zehn bis 15 Personen daran teil.

Zusätzlicher Unterricht

Für die Kinder, die Kindergärten, Grundschulen und Oberschule besuchen, gibt es zusätzlichen Sprachunterricht. Und mit Hilfe einer Spende des Rotary-Clubs Jever-Jeverland wird der nun noch erweitert, denn weitere Sprachlehrer können finanziert werden.

Auch Sportvereine und Feuerwehren – etwa Hohenkirchen und Wiarden – freuen sich über Neue in ihren Reihen: „Die Leute fallen nicht auf, sondern laufen so mit – und das ist sehr gut“, meint Gellert.

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