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Piccolino-Markt Wo Gebrauchtes hoch geschätzt wird

Oldenburg - Es ist immer wieder erstaunlich: Je kleiner der Mensch, desto größer scheint der Berg zu sein, der sich bildet, wenn man den Schrank zu Hause ausmistet. Dies ließen jedenfalls die bis kurz vorm Bersten beladenen Tische in der Weser-Ems-Halle vermuten, auf denen Eltern überzählige Kleidungsstücke, Spielsachen, Alltagshilfen und mehr zum Verkauf anboten. 520 Stände hatten Mütter und Väter aus Oldenburg und dem Umland beim Piccolino-Markt am Sonntag aufgebaut.

„Damit waren wir komplett ausgebucht, und das schon frühzeitig“, freute sich Andrea Nölting-Bruns, die gemeinsam mit Katrin Ulbrich den Markt organisiert hatte. Der ausgefallene Markt im Herbst, der wegen des Umbaus der Weser-Ems-Halle nicht stattfinden konnte, habe vielen gefehlt. Daher sei es eine gute Entscheidung gewesen, diesen noch im Januar nachzuholen. „Es war ja auch noch nicht richtig kalt, also kann man jetzt noch Wintersachen kaufen“, so Ulbrich.

Kauf beim Nachbarn

2300 Besucher waren ähnlicher Meinung, zum Teil wurde es richtig eng in den Gängen. Die Verkäufer hatten daher den Vorteil, dass sie nach ihrem Aufbau noch vor den Kunden die Waren der Nachbarn begutachten konnten. Nicht selten investierten sie ihre Einnahmen am Stand nebenan gleich wieder.

„Das haben wir auch so gemacht, denn das Geld wollen wir ja wieder für die Kinder ausgeben“, erzählte Tim Hinrichs. Der 39-Jährige aus Wardenburg hatte zehn Kisten in die Weser-Ems-Halle transportiert. Alles Dinge, die seine beiden Kinder nicht mehr gebrauchen können.

Abnehmer fanden sich in großer Zahl. Nicht nur Menschen mit schmalen Geldbeuteln schlenderten an den Tischen vorbei. Dass Gebrauchtes aus dem Kinderzimmer, das oftmals nur wenige Monate genutzt wurde, noch fast wie neu sein kann, war vielen bewusst. „Auch ich finde es gut, wenn meine Kinder sehen, dass solche Dinge noch einen Wert haben“, meinte Organisatorin Katrin Ulbrich.

Genau wie im Kaufhaus fand im Übrigen jeder etwas für seine modischen Vorlieben – die der Eltern natürlich, denn die Kinder können sich dazu ja noch nicht äußern. Am Stand von Annabelle Poppinga aus Wildeshausen war zum Beispiel zu erkennen, dass sie mit Sicherheit keinen Jungen großgezogen hatte. Die fast durchgängig rosafarbenen Strampler, Jäckchen und Mützen auf ihrem Tisch ließen daran keine Zweifel. „Zwei Mädchen“, bestätigte sie dann auch. Für wenige Euro war hier eine farblich komplett abgestimmte Garderobe zu haben.

Erfahrungsaustausch

Ohne Aufpreis bekam, wer gut zuhörte, bei vielen erfahrenen Müttern und Vätern Ratschläge und Tipps obendrauf. „Es wird viel nachgefragt, welche Erfahrungen man mit diesen oder jenen Sachen gemacht hat“, bestätigte Karola Flachowsky, die als dreifache Mutter, Kinderkrankenschwester und Stillberaterin einiges zu erzählen hatte. Interessierte Zuhörerinnen, die ihre Babybäuche vor sich herschoben, fand sie zur Genüge.

Bereits am 27. April gibt es die nächste Gelegenheit, seine Schränke und Dachböden zu leeren oder zu füllen. Verkäufer können sich ab sofort anmelden unter

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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