WORPSWEDE - Maler wie Mackensen und Modersohn haben das Künstlerdorf Worpswede weltweit bekanntgemacht. Mit einem Masterplan werden derzeit die Museen renoviert. Die neue Große Kunstschau ist fertig, seit Sonntag sind dort Werke der Sammlung der Bundesrepublik zu sehen.
Es ist der neue Stolz der Kulturschaffenden in Worpswede am Rande des Teufelsmoores: der Erweiterungsbau der Großen Kunstschau. Zur Eröffnung werden 80 Werke aus der Kunstsammlung der Bundesrepublik gezeigt. „Das ist das erste Mal, dass Ausschnitte der Sammlung in der Provinz gezeigt werden“, sagte die künstlerische Leiterin der Kulturstiftung Landkreis Osterholz, Karen Hammer. „Damit ermöglichen wir einen Einblick in die zeitgenössische Sammlung des Bundes.“
Die Ausstellung „Menschenbilder“ ist bis zum 14. August im Neubau zu sehen. „Wir wollen das Menschenbild in seinen Facetten zeigen“, sagte Hammer, die auch Kuratorin der Ausstellung ist. Sie hat die Bilder in sechs Sektionen eingeteilt: In „Inszenierung“ werden Werke gezeigt, die den Künstler selbst darstellen, in „Mensch in der Großstadt“ sind große Farbfotografien zu sehen, darunter „Audience 06“ von Thomas Struth.
Im alten, renovierten Teil des Hauses können die Besucher die alten Worpsweder Maler sehen. Knapp 40 Werke der Gründer des Künstlerdorfes hängen an den Wänden. „Wir schaffen damit einen Brückenschlag zu den alten Worpswedern“, sagte Hammer. Die Neueröffnung ist der erste Meilenstein im Masterplan Worpswede mit einem Gesamtvolumen von 9,3 Millionen Euro, von denen 3,3 Millionen Euro in die Große Kunstschau flossen.
