WüSTING - Erfolgreichen Filmen ist zumeist eine Fortsetzung gewiss. Getreu dieser Devise aus der Kinobranche hat sich Kultregisseur Detlev Buck noch einmal vom Norddeutschen Rundfunk bitten lassen und für den Fernsehsender drei weitere Kurzfilme in der beliebten Kampagnen-Serie „Das Beste am Norden “ gedreht. Und erneut hat Buck dafür die Wüstinger „Wackeltenöre“ Ingo Langkrär, Marco Grauer und Gerd-Jürgen Paradies vor die Kamera geholt.
Schon für die erste Auflage der Spots, in denen Buck den Norden mit seinen skurrilen Eigenheiten auf humor- und liebevolle Weise zeigt, hatte seine Produktionsfirma das Trio aus Wüsting engagiert. Seit November 2010 flimmern die Wackeltenöre nun über den Bildschirm, um in Trailern, die jeweils zwischen zwei Sendungen ausgestrahlt werden, das Sendermotto „Das Beste am Norden “ zu transportieren. Gedreht worden war seinerzeit in einem Kohlfeld bei Cuxhaven.
Diesmal wurden Langkrär, Grauer und Paradies nach Hamburg bestellt. Auf dem Alsterdorfer Markt zeigten sie am vergangenen Sonntag in bewährter Weise ihre atemberaubenden Verrenkungen. Allerdings tauschten die biegsamen Männer diesmal Frack und Schal gegen rote Weihnachtsmann-Roben und weiße Rauschebärte. Dabei erwies es sich angesichts stürmischer Böen, die über den Drehort hinwegfegten, als durchaus hilfreich, dass die Schuhe der weihnachtlichen Wackeltenöre wie immer auf einer verdeckten Vorrichtung montiert waren. „Sonst wären wir zwischendurch glatt weggeweht worden“, lacht Marco Grauer.
Immerhin: Am Nachmittag blieb es eineinhalb Stunden lang trocken – Zeit genug für Detlev Buck, um zwei Versionen zu drehen. In beiden Filmen schwingen die Wüstinger ihre Körper hin und her – einmal strecken sie dabei den Hamburgern Geschenkpakete entgegen, in der anderen Fassung jonglieren sie in Schräglage gewagt mit Glühweingläsern. Der Slogan „Das Beste am Norden “ wird von den Weihnachtsmännern wahlweise mit „ ist unsere Saisonarbeit“ und „ sind wir“ komplettiert. Welche der beiden Fassungen gezeigt wird, weiß Marco Grauer noch nicht. Fest steht nur, dass der Spot ab dem nächsten Sonntag oder Montag im „Dritten“ zu sehen sein soll.
Für die Wüstinger Wackeltenöre ist das eine vorzeitige Bescherung. Gegen eine weitere Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem 48-jährigen Regie-Profi hätten sie nichts einzuwenden: „Es hat wieder riesigen Spaß gemacht“, freut sich Marco Grauer.
Detlev Buck wurde am 1. Dezember 1962 in Bad Segeberg geboren.
Der Durchbruch als Regisseur gelang ihm 1991 mit der Komödie „Karniggels“, mit Streifen wie „Wir können auch anders“ oder „Männerpension“ folgten zwei weitere Kinoerfolge. Dass er selber auch anders kann, zeigte der Regisseur in unterschiedlichen Genres mit dem Kinderfilm „Hände weg von Mississippi“ (2007) und dem Liebesdrama „Same Same But Different“ (2009).
Auch als Schauspieler ist Buck erfolgreich: U. a. hat er in „Sonnenallee“, „Herr Lehmann“ und „NVA“ mitgespielt.
Als Werbefilmer drehte Buck für das Bier Flensburger Pilsener jene Werbefilme, die den für ihn typischen Humor zeigen.
Sein aktuelles Regie-Projekt „Rubbeldiekatz“ kommt am 15. Dezember in die Kinos. In der romantischen Verwechslungskomödie spielt neben Matthias Schweighöfer und Alexandra Maria Lara auch Buck selbst mit.
