WüSTING - WÜSTING - Ein Liederzyklus, ein Rundgang durch die Gartenanlagen, eine Ausstellung mit in Korea entstandenen Grafiken und nicht zuletzt ein Dia-Vortrag über englische Gärten waren die bunte Mischung einer Veranstaltung, die am Sonnabendabend im „Studio Kunst und Landschaft“ der Familie Winkler in Wüsting mehr als 50 Besucher anlockte. Unter ihnen begrüßte Lisa Winkler auch den Bundestagsabgeordneten Thomas Kossendey (Edewecht).
Bei einem Glas Wein und leckerem Zwiebelkuchen in der Hand gab es zunächst in frischer Frühlingsluft vor dem Winkler’schen Fachwerkanwesen anregende Gespräche. In ihrer Begrüßung sprach Lisa Winkler davon, dass der Gang in den Garten den Geist und das Gemüt erfrische. Das mögen auch die Anwesenden so gesehen haben, als der Gartenarchitekt Joachim Winkler sie durch die gärtnerischen Anlagen mit ihrem zarten Grün und den noch zaghaften Blüten führte.
Mit einem musikalischen Leckerbissen unterhielten der in Varel lebende Bariton Ivo Berkenbusch und Olaf Wiegmann (Klavier), Kapellmeister am Oldenburgischen Staatstheater, die Gäste. Das Programm hatte Stücke von John Ireland, „Songs Of Travel“ von Ralph Vaughan Williams und Shakespeare-Vertonungen von Gerald Finzi zum Inhalt. Die Besucher quittierten die Darbietungen mit lebhaftem Beifall.
Dreimal im Jahr hält sich der Bremer Botaniker und Fotojournalist Dr. Albrecht Ziburski in England auf, um dort Parks und Gärten abzulichten, wie er am Sonnabend sagte. Das Ergebnis seines Interesses sind Dia-Vorträge wie „Gartenträume 2005“, mit dem er einen Einblick in englische und irische Privatgärten vermittelte.
Wie Lisa Winkler ausführte, hat England seit der Gartenrevolution um 1830 seine Führungsrolle in der Gartengestaltung nicht abgegeben. Seinerzeit erfolgte die Abkehr von den geometrischen Formen des Barock und die Hinwendung zum Reiz des Natürlichen, zum eben englischen Garten, der auch auf dem Kontinent vielerorts Nachahmungen fand, wie zum Beispiel den Oldenburger Schlossgarten.
Da sich „nackte“ Wände bei einer Veranstaltung nicht gut machen, hatte Tochter und Bildhauerin Insa Winkler diese mit internationalen, zeitgenössischen Grafiken dekoriert. Dabei handelt es sich um anlässlich der „Geumgang Nature Art Biennale 2004“ entstandenen Entwurfsgrafiken zu den ortsspezifischen Arbeiten der Künstler in Korea, von denen sie eine Auswahl von ihrem Besuch in Korea mitgebracht hatte.
