WüSTING - Bibliotheksleiterin Rita Claußen mag lebensechte Romane. Ob die Zukunft des Buches gefährdet ist? Wir haben in Wüsting im ersten Quartal 2010 mehr Ausleihungen als zu dieser Zeit im Vorjahr ich glaube kaum, dass die Leselust abnimmt, sagt sie.
Wer viel mit Büchern arbeitet ließt auch viel zumindest auf die Bibliotheksleiterin und ihre Aushilfe Marion Giron trifft dies zu. Ich liebe lebensnahe Romane, die auch ein Zeitzeugnis ablegen. Wenn ich mich in der Geschichte wiederfinde, packt mich ein Buch, erzählt Claußen. Müsste sie sich für ein Werk entscheiden, wäre es Sonntage im Licht von Susan Vreeland, das sich mit der Entstehung einer Malerei von Renoir beschäftigt. Seit April hat Claußen an ihrer Seite eine Helferin, über die sie sich sehr freut. Die Gemeinde hat die Sache schnell genehmigt, so dass mir Marion Giron jetzt unter die Arme greifen kann. An manchen Tagen wird hier so viel ausgeliehen, da komme ich zu nichts, sagt Claußen.
Auch Giron ist begeisterte Leserin. Ich mag es humorvoll. Besonders gefallen hat mir in letzter Zeit ,Tante Ingeborg haut ab von Dora Heldt, das hat mich sehr zum Lachen gebracht. Dabei kann ich gut abschalten, sagt sie.
Über die Zukunft von Romanen und Erzählungen machen sich die Frauen keine Gedanken. Kinder lesen auch heute noch gern. Ich kann mir vorstellen, dass die elektronischen Medien zunehmen und kommende Generationen am Bildschirm lesen für mich wäre das aber nichts, sagt sie und lacht.
Das von den Kindern in Hude am häufigsten ausgeliehene Buch ist übrigens Latte Igel und der schwarze Schatten von Sebastian Lybeck.
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