WüSTING - In der Gaststätte Wüstenlander Hof, der sich am Sonnabendabend in einen riesigen Western-Saloon verwandelt hatte, herrschte ausgesprochen gute Stimmung. Rund 200 Countryfreunde und Line Dancer aus dem gesamten Raum Weser-Ems – unter anderem aus Oldenburg, Delmenhorst, Bremen, Rastede, Bremen, Bremerhaven, Ganderkesee, Wilhelmshaven, Lilienthal und Großenkneten – kamen zum mittlerweile dritten Westernabend nach Wüsting.

Zum Tanzen und Feiern hatten die „Heel Jacks“ aus Wüsting eingeladen. „Zwar findet in jedem Jahr ein großer Countryabend am Huder Bach statt, doch das ist uns zu wenig“, verrieten die beiden Organisatorinnen Gundula Brunken und Sandy McNabb.

So wie die beiden lieben auch andere Fans nicht nur die Musik und den Westerntanz, sondern sie kommen auch zusammen, da die Gemeinschaft untereinander etwas Besonderes ist. Auch am vergangenen Sonnabend waren es immerhin 15 befreundete Line-Dance-Gruppen, die ihren Cowboyhut einpackten und nach Wüsting reisten.

Es ist inzwischen eine große Szene im gesamten Bundesgebiet entstanden, zu der sich immer mehr Menschen, egal ob Jung oder Alt, zusammenfinden. So ist das jüngste Mitglied der „Heel Jacks“ 17 Jahre alt, während der 70-jährige Hansgerd Bruns aus Hude das älteste Mitglied im Verein ist.

„Das Schöne an dieser Art zu tanzen ist, dass man alleine mit einer Gruppe auf der Tanzfläche stehen kann. Allerdings ist es auch ein wenig Gehirnwäsche, denn die Tänze müssen sitzen“, wussten die beiden Organisatorinnen zu erzählen.

Getanzt wird nach festgelegten Schrittfolgen neben- und hintereinander. Auch an diesem Abend ging es zur Sache. Für flotte Rhythmen sorgte „Motion Blur“ aus Berlin. Im hiesigen Raum ist die Band für moderne Countrymusik nicht unbekannt. Schon oft waren die Musiker in Hude und Umgebung zu Gast.

Die „Heel Jacks“ sind durch einen Countryabend sogar entstanden. Eigentlich wollten sie seinerzeit nur mal am Westernabend in Hude vorbeischauen, doch im Anschluss sei mehr daraus geworden, erinnerte sich Sandy McNabb. Heute sind 80 Mitglieder in vier Gruppen untergebracht, um die sich drei Trainerinnen und ein Trainer kümmern.