WüSTING - WÜSTING - Der Regenschirm war beim Schützenfest in Wüsting, zumindest am Pfingstsonntag, über weite Strecken das wichtigste Utensil. Doch hielten die Schützen nichts davon, damit den Umzug durchs Dorf zu wagen, plätscherte es doch zu ausgiebig und zu ausdauernd von oben. So zogen es die Marschteilnehmer vor, die letzte Etappe von der Gaststätte Buchholz in Grummersort bis zum Festplatz beim Vereinslokal Brüers trockenen Fußes mit bereitstehenden Bussen zurückzulegen.
Wer die Schützen des Schützenvereins Wüsting am Sonntag marschieren sehen wollte, der hätte schon nach Altmoorhausen fahren müssen. Als sie hier ihren Schützenkönig Marco Grauer abholten, regnete es zwar auch, aber nicht so ergiebig wie später in Wüsting. So ging es, musikalisch von Musik- und Spielmannszügen begleitet, zu Fuß vom Altmoorhauser Feuerwehrhaus zum Königshaus, wo „König Marco“ und seine Frau Doris zu einem Umtrunk einluden.
Statt des ins Wasser gefallenen Einmarsches auf dem Schützenplatz zogen es die sonst so wackeren Schützenmitglieder vor, zum Empfang, angeführt von der Fahnengruppe, in den Saal einzuziehen.
Hier stellte Vorsitzender Henning Freese das stolze Königshaus vor und begrüßte die große Zahl der Besucher, die sich zur Kaffeetafel eingefunden hatte. Als dann im späteren Verlauf die Sonne hervorkam, belebte sich, sehr zur Freude der Schausteller, dann auch der Schützenplatz.
Gestern Nachmittag hatte der Schützenverein zu einem Familiennachmittag ins Vereinslokal eingeladen. Für Unterhaltung sorgten die „Treck-Sood-Musikanten“ aus Großenkneten und die „Streetdance“-Gruppe der Sportfreunde Wüsting/Altmoorhausen. Im Rahmen dieses gemütlichen und geselligen Nachmittags nahm Henning Freese auch Ehrungen langjähriger Mitglieder vor. Um die kleinen Festbesucher kümmerten sich die Schützenfrauen mit einer Kinderbelustigung.
Mit einer alkoholfreien Kinder-Disco und einer gut besuchten Ein-Euro-Fete zum Schützenfestauftakt am Sonnabend sowie mit Festbällen an beiden Pfingsttagen wurde das traditionelle Schützenfest auch in diesem Jahr wieder recht abwechslungsreich gestaltet. Einen Dank richtete Henning Freese an alle Einwohner für die mit Fahnen und Girlanden geschmückten Straßen und für die Ausschmückung der Königshäuser.
